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19.06.2013

09:42 Uhr

Börse Tokio

Anleger in Japan setzen auf Fed-Hilfen

Die Investoren an der Börse in Tokio hoffen, dass die US-Notenbank Fed ihre Geldhähne weiter offen hält. Im Blickpunkt stand die Aktie von Softbank.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. ap

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioVor der mit großer Spannung erwarteten Entscheidung der US-Notenbank Fed über weitere Konjunkturhilfen haben sich Anleger in Japan am Mittwoch in Kauflaune gezeigt. Damit folgten sie den Investoren an der Wall Street, die ebenfalls darauf setzten, dass die Fed die Sorgen über ein drohendes Ende des Stimulierungsprogramms vertreiben wird.

Zudem hellte ein schwächerer Yen die Stimmung auf. An den meisten übrigen Börsen in Fernost gingen die Kurse dagegen nach unten. "Spekulationen über die Entscheidung der Fed sorgen immer noch für Zurückhaltung bei Investoren, deshalb mag der Handel schwach sein. Aber die optimistische Haltung der Wall Street über das Fed-Ergebnis gibt japanischen Aktien Rückenwind", sagte Yutaka Miura von Mizuho Securities.

Der Nikkei-Index legte 1,8 Prozent auf 13.245 Punkte zu. Dagegen tendierte der Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans nahezu unverändert. Die größten Verluste verbuchte der Aktienmarkt in Shanghai mit einem Minus von 0,8 Prozent. Auch an den Börsen in Hongkong und Südkorea ging es bergab. Der australische Leitindex legte dagegen ein Prozent zu.

Die US-Zentralbanker um Notenbankchef Ben Bernanke wollen sich nach ihrem zweitägigen geldpolitischen Treffen am Mittwochabend äußern. Zuletzt herrschte große Unsicherheit, ob die Fed ihre Wertpapierkäufe früher drosseln wird als bislang gedacht.

Dies hatte eine monatelange Aktienrally gestoppt, die durch die ultralockere Geldpolitik der Fed und weiterer Notenbanken weltweit befeuert worden war. Seit Bernankes Ankündigung am 22. Mai, dass die Fed einige Feinsteuerungen bei ihrem Anleihen-Kaufproramm beschließen könnte, gab der MSCI-Index rund acht Prozent nach.

Unmittelbar vor der Fed-Entscheidung hielten sich Investoren an den Devisenmärkten in Fernost weitgehend zurück. Bereits ein etwas schwächerer Yen ließ allerdings die Anleger in Tokio bei Exportwerten zugreifen. Toyota-Aktien stiegen um 1,2 Prozent, Honda-Papiere legten um zwei Prozent zu.

Einen Anschub erhielt der Markt auch vom Mobilfunkkonzern Softbank, nachdem der Rivale Dish Network angekündigt hatte, er werde kein neues Gebot für Sprint abgeben. Die Aktien von Softbank, das sich um Sprint bemüht, schlossen mehr als vier Prozent im Plus.

Von

rtr

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