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28.09.2011

09:02 Uhr

Börse Tokio

Asiatische Aktienmärkte können nicht Schritt halten

Die guten Vorgaben aus Europa stützen auch den Nikkei-Index in Tokio. Für Wirbel sorgten Pläne zum Verkauf von Staatsfirmen. An vielen anderen asiatischen Börsen schalten die Anleger dagegen wieder auf Verkaufen um.

Japan Tobacco-Chef Hiroshi Kimura. In Tokio legen Tabakaktien zum Handelsauftakt kräftig zu. Reuters

Japan Tobacco-Chef Hiroshi Kimura. In Tokio legen Tabakaktien zum Handelsauftakt kräftig zu.

TokioInvestoren an den Börsen in Asien haben sich am Mittwoch wieder verunsichert über die Euro-Schuldenkrise gezeigt. Die Hoffnung auf eine baldige Lösung unterstützte die Aktienmärkte zwar, jedoch schwächte sich der Impuls ab. Während in Tokio die Optimisten die Oberhand behielten, ging es an vielen anderen Handelsplätzen in Fernost nach den Gewinnen am Vortag bergab. Auch Schnäppchenjäger zeigten sich zurückhaltend.

Zuvor hatte in den USA die Wall Street die Gewinne nicht ganz halten können. Der Blick richtet sich nun auf die weiteren Fortschritte in Griechenland. Die Gläubiger-Troika wird noch in dieser Woche in Athen zurückerwartet, um die Reformschritte zu prüfen und ein Urteil zu fällen, ob das Land weitere Hilfskredite aus dem Rettungspaket erhalten soll. Die endgültige Entscheidung liegt bei den Finanzministern der Eurozone.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss wenig verändert mit einem minimalen Plus von 0,07 Prozent bei 8615 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,74 Prozent auf 754 Zähler. Ebenfalls im Plus lagen die Märkte in Taiwan und Australien . Nach unten zeigten die Börsenbarometer dagegen in Shanghai , Südkorea , Singapur und Hongkong .

„Die Anleger fragen sich, ob die Situation in Europa nicht wieder besser ist. Aber an diesem Punkt sind wir uns noch nicht sicher, und bis nicht mehr Zuversicht herrscht, werden wir wahrscheinlich auch keine großen Käufe von Fonds erleben“, sagte Analyst Hiroichi Nishi. Zudem fielen Kaufimpulse vom Vortag weg. Am Dienstag war der letzte Tag, an dem sich Anleger beim Kauf der meisten japanischen Aktien für das Halbjahr von April bis September eine Dividende sichern konnten.

Im Mittelpunkt standen die Werte von Japan Tobacco, Inpex und Japex . Das führende Mitglied der Demokratischen Partei, Seiji Maehara, forderte die Regierung auf, ihren Anteil von 50 Prozent an dem Zigarettenhersteller Japan Tobacco zu verkaufen, um mit den Einnahmen den Wiederaufbau in der vom Erdbeben stark betroffenen Region Fukushima zu finanzieren. Medienberichten zufolge rief Maehara auch dazu auf, Aktien an den Energiekonzernen Inpex und Japex zu veräußern. Tobacco-Anteilsscheine gewannen zunächst sechs Prozent, bevor sie ins Minus drehten. Auch die Inpex- und Japex-Papiere mussten gegen Handelsende einen Teil der Gewinne wieder abgeben und schlossen um 0,4 und 1,3 Prozent im Plus.

Von

rtr

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