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30.12.2011

07:36 Uhr

Börse Tokio

Asiatische Aktienmärkte schließen 2011 mit Verlusten ab

Gute Konjunkturdaten aus den USA haben den Nikkei am letzten Handelstag des Jahres ins Plus getrieben. Aufs Jahr gesehen bleibt dennoch ein sattes Minus von 17 Prozent.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Reuters

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie asiatischen Aktienmärkte haben das Krisenjahr 2011 mit kräftigen Verlusten abgeschlossen. Wenngleich positive US-Konjunkturdaten im Freitagshandel für eine kleine Erholung sorgten, blieb in der Jahresbilanz zumeist ein dickes Minus. Tsunami und Erdbebenkatatstrophe in Japan, Fluten in Thailand sowie die Schuldenkrisen in den USA und in Europa sorgten für ein mieses Börsenjahr. Der Tenor war: Flucht in sichere Anlagen wie Gold. „Wenn man sich bei den Anlageklassen umsieht, es war wirklich ein Jahr der sicheren Anlagen, es ging darum, das Kapital zu retten und ein bisschen Rendite zu machen“, sagte Chris Weston von IG Markets in Melbourne. Der Euro verharrte am Jahresende bei Kursen von rund 1,2935 Dollar.

Bei den wichtigen Indizes in Asien standen in der Jahresbilanz sogar zweistellige prozentuale Verluste: Beim japanischen Nikkei-Index belief sich das Minus auf 17 Prozent, der breiter gefasste Topix verlor fast 20 Prozent. Für den Nikkei war es der zweite Jahresverlust in Folge. Auch bei australischen und taiwanischen Aktien fiel das Minus zweistellig aus.

Den letzten Handelstag 2011 beendete der Nikkei 0,6 Prozent fester bei 8455 Zählern. Der Topix legte 0,9 Prozent zu auf 728 Punkte. Bei dünnen Umsätzen waren Händlern zufolge vor allem Stahl- und Schifffahrtsunternehmen gefragt. Der Rohstoffhändler Marubeni legte dank eines milliardenschweren Vertrags mit einer Ölraffinerie in Kasachstan knapp zwei Prozent zu.

Auch die chinesischen Aktienmärkte in Hongkong und Shanghai beendeten den Handel am Freitag fester.

Die Vorzeichen für 2012 sind nicht die besten - die Händler gehen ohne viel Vorfreude in das neue Jahr: „Das Erdbeben, die Flutkatastrophe in Thailand und die europäische Schuldenkrise - es schwer zu sagen, ob die Investoren nächstes Jahr in Scharen auf den Aktienmarkt zurückkehren“, sagte Toshiyuki Kanayama von Monex. „Und so wie die Dinge stehen, ist für den Markt kaum ein Motiv für eine Rally auszumachen.

Von

rtr

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