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16.02.2012

09:05 Uhr

Börse Tokio

Asiatische Aktienmärkte verschnaufen

Griechenland belastet die Investoren in Tokio. Die geldpolitische Lockerung wirkt weiter nach. Im Fokus standen Aktien von Exporteuren und Fahrzeugherstellern.

Die Kurscharts der Börse in Tokio: Griechenland belastet die Anleger. Reuters

Die Kurscharts der Börse in Tokio: Griechenland belastet die Anleger.

TokioDie asiatischen Börsen haben am Donnerstag im Minus geschlossen. Grund war einmal mehr die Hängepartie bei den Verhandlungen über Milliardenkredite für das von einer Staatspleite bedrohte Griechenland. Zudem hielten sich die Händler nach den Kursgewinnen der Vortage an der Tokioter Börse zurück und nahmen zum Teil Gewinne mit. Der 225 Punkte umfassende Nikkei-Index ging mit einem Minus von 0,24 Prozent auf 9238 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix verlor 0,34 Prozent auf 800 Punkte.

Trotz der Kursrückgänge zeigten sich Analysten von der Stärke der Märkte überzeugt. Dass Auto- und Finanztitel nach den jüngsten kräftigen Kursgewinnen nun nicht eingebrochen seien, sei ein Zeichen für die robuste Stimmung am Markt, sagte Yumi Nishimura von Daiwa Securities in Tokio. Noch am Mittwoch waren die Kurse an der asiatischen Leitbörse auf den höchsten Stand seit sechs Monaten gestiegen.

Am Donnerstag legten die Börsen asienweit offenbar eine Verschnaufpause ein. "Die Märkte scheinen müde, aber nicht verängstigt zu sein", analysierte Barclays Capital. Ausschlaggebender Faktor sei immer noch die überraschende Entscheidung der japanischen Notenbank vom Dienstag für eine weitere geldpolitische Lockerung.

Auch die anderen Börsen in Asien schlossen mit Verlusten oder tendierten im Minus. Der MSCI-Index für Aktien aus der Asien-Pazifik-Region mit Ausnahme Japans verlor 1,6 Prozent. Der Euro fiel um 0,4 Prozent auf knapp 1,30 Dollar und damit auf seinen niedrigsten Stand seit drei Monaten.

Analysten erklärten, die Grundstimmung am Markt sei aber eigentlich positiv. Entscheidender Faktor sei immer noch die überraschende Entscheidung der japanischen Notenbank vom Dienstag für eine weitere geldpolitische Lockerung. Zu den Gewinnern zählten erneut Exporteure und Finanzhäuser.

Mazda Motors Corp stiegen um 4,5 Prozent auf 164 Yen. Die Gesellschaft erwartet, dass sie 160.000 Fahrzeuge ihres neuen Sportwagens verkaufen wird. Dabei hofft der Hersteller auch auf den Export.


Von

rtr

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