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21.05.2012

06:32 Uhr

Börse Tokio

Asiatische Märkte starten mit Schwung

Griechenland kann die Aktienmärkte auch noch ankurbeln. Nach einem tiefen Minus in Tokio und einem misslungenen Börsenstart Facebooks in New York am Freitag sind die japanischen Märkte positiv in die Woche gestartet.

Die Börse in Tokio. dpa

Die Börse in Tokio.

TokioDie Hoffnung auf einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone und auf eine Wachstumsinitiative hat den japanischen Aktienmarkt am Montag gestützt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte im Vormittagshandel 0,3 Prozent auf 8633 Punkte zu, nachdem er am Freitag noch drei Prozent abgegeben hatte. Nachmittags lag der Index 0,6 Prozent höher. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,2 Prozent auf 724 Punkte. Der Markt ist wegen des Wiederaufflammens der europäischen Schuldenkrise seit Ende März auf Talfahrt.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:45 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Die Händler lobten, dass die führenden Industriestaaten bei ihrem G8-Gipfel am Wochenende Griechenland zu ihrem wichtigsten Thema gemacht hätten. Die Abschlusserklärung habe den Druck auf den informellen EU-Gipfel erhöht, meinte Stefan Worrall von der Credit Suisse in Tokio. Die G8 sprachen sich klar für einen Verbleib des Mittelmeerstaates in der Euro-Zone aus und betonten, dass die angestrebten Haushaltskonsolidierungen von einer Förderung des Wirtschaftswachstums begleitet werden müsse.

Der anhaltend teure Yen löste Verkäufe von Exportwerten aus. Davon betroffen war vor allem die Elektronikbranche mit Sony, TDK, Canon, aber auch der Autokonzern Toyota. Ihre Kurse verloren zwischen 0,1 und 1,4 Prozent. Der Euro ist zum Wochenauftakt in Fernost unter Druck geblieben. Die Zusagen des G8-Gipfels in der Griechenland-Krise stifteten wenig Vertrauen unter den Händlern.

Die Erklärungen vom Wochenende seien reich an Worten, aber arm an Einzelheiten gewesen, hieß es unter den Händlern. Die Gemeinschaftswährung wurde für 1,2786 Dollar verkauft und damit nur etwas fester als am Freitag. "Es gibt viel Gerede, aber wenig Substanz", sagte der Volkswirt Savanth Sebastian von CommSec. "Solange wir keine Sicherheit über Griechenland haben und die Sorge wegen der Ansteckungsgefahr für andere Euro-Staaten nicht nachlässt, wird der Handel weiter schwanken." Griechenland droht als erstem Mitglied der Euro-Zone das Ausscheiden aus der Währungsgemeinschaft.

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rtr

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