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15.04.2015

09:16 Uhr

Börse Tokio

Asiatischer Aktienmarkt im Minus

Schwache Konjunkturdaten aus China belasten den Handel in Fernost. Der Nikkei notiert jedoch unverändert. Der Grund ist die Hoffnung auf Rückenwind für die japanische Exporteure durch den schwachen Yen.

Vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio. dpa

Tokio

Vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio.

TokioKonjunkturdaten aus China haben am Mittwoch den Anlegern in Fernost die Kauflaune verdorben. Die chinesische Wirtschaft kühlte sich im ersten Quartal weiter ab und erreichte mit sieben Prozent die niedrigste Wachstumsrate seit sechs Jahren. Analysten hatten bereits mit einer Abschwächung auf dieses Niveau gerechnet. Für Enttäuschung sorgte insbesondere die Industrieproduktion, die mit 5,6 Prozent den niedrigsten Zuwachs seit der globalen Finanzkrise 2008 verbuchte.

In Shanghai büßte der Index zunächst mehr als ein Prozent ein, bevor er im Handelsverlauf einen Großteil der Verluste wieder wettmachte. Der Aktienmarkt in Hongkong hielt sich leicht im Plus, weil Anleger mit weiterhin hohen Kapitalzuflüssen von Investoren aus Zentralchina rechneten. Zudem erwarten Experten neue Konjunkturhilfen der Regierung in Peking.

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Die EZB-Ratssitzung hat keine Überraschungen hervorgebracht. Sowohl der Leitzins als auch der Kauf von Staatsanleihen bleiben unangetastet. Die Reaktion der Anleger fiel entsprechend aus.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte knapp 0,5 Prozent niedriger. In Tokio ging der Leitindex Nikkei 0,2 Prozent schwächer mit 19.869 Zählern aus dem Handel. Börsianern zufolge haben Anleger nach den jüngsten Kursgewinnen etwa bei Pharmaunternehmen Kasse gemacht. Gleichzeitig seien viele Investoren aber zuversichtlich, dass die japanischen Unternehmen angesichts eines schwachen Yens und der niedrigen Ölpreise starke Quartalszahlen präsentieren werden. "Die Anleger erwarten auf lange Sicht höhere Aktienkurse, deshalb wollen sie nicht verkaufen", sagte Mitsushige Akino, Chef-Fondsmanager bei Ichiyoshi Asset Management.

Am Devisenmarkt geriet der Euro vor dem Zinsbeschluss der Europäischen Zentralbank (EZB) unter Druck. Die Gemeinschaftswährung verlor in Fernost auf 1,0633 Dollar. Zum Yen fiel die US-Währung auf 119,66 Yen

Von

rtr

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