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14.08.2014

09:00 Uhr

Börse Tokio

Asien-Anleger hoffen auf Geldflut

Auch heute legt die Börse in Tokio zu und folgt damit den Vorgaben der Wall Street in New York. Es ist der vierte starke Tag infolge. Der Export profitiert von einem geschwächten Yen.

Spieglung einer Anzeigetafel an der Börse in Tokio. Reuters

Spieglung einer Anzeigetafel an der Börse in Tokio.

TokioDie Hoffnung auf eine anhaltende Geldflut der großen Zentralbanken hat am Donnerstag für Kursgewinne an den asiatischen Aktien- und Anleihenmärkten gesorgt. Wegen des Rückgangs der japanischen Wirtschaftskraft, einer schleppenden Kreditvergabe in China und überraschend niedriger Umsätze der US-Einzelhändler setzte sich bei Investoren die Ansicht durch, dass eine Straffung der Geldpolitik nicht bevorsteht. Konjunkturdaten aus Europa schienen dies zu untermauern: Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im Frühjahr überraschend erstmals seit gut einem Jahr. In Japan erhielten die Maschinenbauer deutlich weniger Aufträge als erwartet.

Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik unter Ausschluss Japans legte um 0,2 Prozent zu. In Tokio gewann der Nikkei 0,7 Prozent auf 15.314 Punkte. Die Kurse dort wurden auch von der Aussicht getrieben, dass der staatliche Pensionsfonds mehr Geld in japanische Aktien steckt. So soll eine höhere Rendite erzielt werden.

Die Erwartung, dass etwa die Notenbanken der USA, Japans und der Eurozone die Wirtschaft weiter vergleichsweise großzügig mit Geld versorgen und die Zinsen nicht erhöhen, führte auch zu Gewinnen an den Anleihenmärkten: So war die Nachfrage nach Schuldtiteln der Bundesregierung so groß, dass Investoren dafür zahlten, Deutschland Geld zu leihen. Die Rendite der zweijährigen Papiere lag im negativen Bereich.

Der Euro gab im Vergleich zur US-Währung nach und stand bei 1,3354 Dollar.

In Tokio standen bei den Einzeltiteln etwa Baufirmen auf den Kaufzetteln. Der entsprechende Index der Branche stieg um fast zwei Prozent. Investoren gehen davon aus, dass die Unternehmen zumindest langfristig von Aufträgen für die Olympischen Spiele im Jahr 2020 in Tokio profitieren.

Von

dpa

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