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13.09.2013

08:45 Uhr

Börse Tokio

Asien-Anleger warten ab

Weltweit schauen die Anleger auf die Notenbanken, nächste Woche tagt die Fed. Die Anleger in Fernost halten ihr Pulver bis dahin trocken, der Nikkei schließt leicht im Plus.

Anzeige von Aktienkursen in Downtown Tokio. ap

Anzeige von Aktienkursen in Downtown Tokio.

TokioDie Unsicherheit vor der US-Notenbanksitzung in der kommenden Woche hat am Freitag das Aktiengeschäft in Fernost dominiert. Die Anleger wagten sich kaum aus der Deckung und konzentrierten sich ganz auf die Frage nach der künftigen Geldpolitik der Federal Reserve.

Es wird erwartet, dass die Fed-Banker beschließen, ihr milliardenschweres Anleihen-Kaufprogramm langsam zurückzufahren. Für Gesprächsstoff auf dem Parkett sorgten auch die japanischen Bildschirmhersteller. Während der weltgrößte Lieferant für Smartphones und Tablets, Japan Display, einem Medienbericht zufolge bald an die Börse strebt, bekam der Display-Produzent Sharp erneut den Unmut der Anleger zu spüren. Der Apple -Zulieferer plant Kreisen zufolge eine Kapitalerhöhung.

Der Tokioter Leitindex Nikkei mit seinen 225 führenden Werten schloss nach einer Berg- und Talfahrt 0,1 Prozent fester bei 14.404 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans büßte dagegen 0,8 Prozent ein. An den Rohstoffmärkten gab Rohöl um 0,2 Prozent auf 108,41 Dollar je Barrel nach. Die US-Währung notierte mit 99,79 Yen knapp unter ihrem Sieben-Wochen-Hoch von 100,62 Yen.

Der Markt habe die Möglichkeit eingepreist, dass die Fed bald den Ausstieg aus ihrem Anleihenkaufprogramm einläute, sagte Ökonom Tomochika Kitaoka von Mizuho Securities. "Solange die Fed ihren Zeitplan nicht über Bord wirft und den erwarteten Umfang des Ausstiegs nicht ändert, dürfte es kaum Erschütterungen geben." Sollte die Fed allerdings weiter alle im Unklaren lassen, könnte dies die Aktienmärkte zu einer Talfahrt bewegen.

Bei den Einzelwerten stand erneut Sharp im Mittelpunkt. Kreisen zufolge will der Elektronikkonzern seine dünne Kapitaldecke mit einem Aktienverkauf verbessern. Der Anteilsschein brach nach herben Verlusten am Vortag um weitere 4,4 Prozent ein.

Exporttitel fanden bei den Anlegern ein gemischtes Echo. Während Toyota 0,2 Prozent zulegte, musste Sony einen Abschlag von 0,3 Prozent und Toshiba von fast einem Prozent verkraften.

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