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02.02.2012

07:55 Uhr

Börse Tokio

Asien-Börsen legen zu

Das Kursergebnis an der Börse Tokio wurde heute durch eine technische Panne verzerrt. Ingesamt konnten jedoch alle asiatischen Börsen Gewinne verzeichnen. Enttäuscht haben die Unternehmen Sony und Sharp.

Der Aktienhandel in Tokio ist wegen einer technischen Störung zeitweilig gestört dapd

Der Aktienhandel in Tokio ist wegen einer technischen Störung zeitweilig gestört

TokioDie Börsen in Fernost haben am Donnerstag überwiegend Gewinne verbucht. Positive Konjunkturdaten aus den USA und China sorgten für gute Stimmung. In Tokio wurde das Bild jedoch von einer Systempanne verzerrt, die zum Ärger vieler Anleger den Morgenhandel mit Schwergewichten wie Sony und Hitachi verhinderte.

„Es ist schwierig, sich ohne so wichtige Werte ein umfassendes Bild vom Markt zu machen“, sagte Analyst Toshiyuki Kanayam von Monex. Vor allem bei Sony sorgte der Ausfall für Unmut unter den Anlegern, weil das Unternehmen am Vortag seinen Chef ausgetauscht hatte und nach Börsenschluss Quartalsbilanz und Ausblick präsentierte. Beides fiel ernüchternd aus

Der Tag an den Märkten (Stand: 16:30 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 0,8 Prozent im Plus bei 8.876 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,6 Prozent auf 762 Punkte. Auch die Börsen in Hongkong, Shanghai, Singapur, Taiwan und Korea zeigten sich freundlich. In Japan schlossen Sony-Papiere 2,6 Prozent leichter. Zuvor hatte das Unternehmen seinen neuen Chef präsentiert, der den Rückstand von Sony zu Konkurrenten wie Apple und Samsung abbauen soll. Das japanische Unternehmen beruft im Frühjahr den bislang für die Unterhaltungselektronik zuständigen Manager Kazuo Hirai auf den Chefposten. Nach Börsenschluss korrigierte Sony dann seine bisherige Prognose: Der Konzern steuert im Gesamtjahr 2011/2012 in die roten Zahlen und stellt sich auf geringere Absätze von Digitalkameras und Spielekonsolen ein.

Noch steiler abwärtsging es an der Tokioter Börse für den Rivalen Sharp. Das Unternehmen kassierte nach einem Gewinneinbruch ebenfalls seine Prognose für das Geschäftsjahr. Das Papier brach daraufhin fast 16 Prozent ein. Im Blickpunkt der Anleger stand auch die Andeutung der japanischen Regierung, dass angesichts des starken Yen eine weitere Intervention am Devisenmarkt bevorstehen könnte.

Japan hat im vergangenen Jahr mehrfach am Devisenmarkt eingegriffen, um den Höhenflug des Yen zu stoppen. Der hohe Wechselkurs belastet den Export und erschwert die Konjunkturerholung nach dem Erdbeben im vergangenen Jahr.

Von

rtr

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