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24.01.2012

07:44 Uhr

Börse Tokio

Asien-Börsen trotzen Hängepartie um Griechen-Rettung

Zum sechsten Tag in Folge hat der Topix Gewinne verbucht, auch der Nikkei liegt im Plus. Die Anleger sehen zuversichtlicher als zuvor auf die europäische Krise. Zu den Gewinnern zählt die Autobranche.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. AFP

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben sich am Dienstag trotz der anhaltenden Gespräche über eine stärkere Gläubigerbeteiligung an der Griechenland-Rettung gut behauptet. Börsianer hofften weiter auf eine Lösung. Die EU-Finanzminister forderten auf ihrem Treffen in Brüssel Zinsen für die Gläubiger von deutlich unter vier Prozent für neue griechische Staatsanleihen. Bisher galten vier Prozent für die Banken als Schmerzgrenze. Eine schnelle Einigung rückte damit in die Ferne. Der Forderungsverzicht der Gläubiger ist Voraussetzung für das zweite Hilfspaket der Euro-Staaten und des Internationalen Währungsfonds für Griechenland über 130 Milliarden Euro.

Auch ein skeptischer Ausblick auf die Konjunktur durch die japanische Notenbank tat der Stimmung zunächst keinen Abbruch. Für das laufende Fiskaljahr bis Ende März sagte sie ein Schrumpfen der Wirtschaft um 0,4 Prozent voraus, nachdem sie bislang von einem geringen Wachstum ausgegangen war.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 8785 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 757 Punkte. Die meisten anderen asiatischen Aktienmärkte blieben wegen des chinesischen Neujahrsfestes geschlossen. In Australien schauten die Börsianer stärker auf die gemischten Signale aus Europa. Die S&P-Herabstufung mehrerer französischer Banken belastete den Markt, der am Ende auf Vortagesniveau aus dem Handel ging.

Im Fokus des Interesses in Japan standen die Titel des Chip-Herstellers Elpida Memory. Das Unternehmen führt einem Zeitungsbericht zufolge Fusionsgespräche mit dem US-Rivalen Micron Technology und der taiwanischen Nanya Technology. Die Zeitung „Yomiuri“ berichtete, die Unternehmen wollten bald mit der Buchprüfung (Due Diligence) beginnen. Elpida-Aktien legten 4,6 Prozent zu.

Auch viele Autowerte gehörten zu den Gewinnern. Die Titel von Toyota stiegen knapp 2,7 Prozent und markierten dabei den höchsten Stand seit fünf Monaten. Anleger betrachteten die Branche vor allem wegen der konjunkturellen Aufhellung in den USA wieder mit mehr Zuversicht, hieß es. Die Aktien von Nissan gewannen 0,6 Prozent.

Die festgefahrenen Verhandlungen über den Schuldentausch in Griechenland belasteten die Gemeinschaftswährung in Fernost. Nachdem der Euro am Vortag noch bei 1,3053 Dollar notierte - und damit so hoch wie seit fast drei Wochen nicht mehr, fiel er im asiatischen Handel auf 1,3007 Dollar. Neben den Griechen-Gesprächen sorgte ein Bericht über die Schwierigkeiten Portugals für weitere Unruhe. Demnach ist das Land der nächste Kandidat für eine Staatspleite. Zum Yen notierte der Euro bei 100,16 Yen, ein Dollar kostete 77,02 Yen.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Arminius

24.01.2012, 08:25 Uhr

Die Zukunft gehört Asien!
Warum sollten Asien-Börsen sich wegen des wiederaufflammenden Deutsch-national-überalles-syndrom Sorgen machen?
Je schwächer wir werden, desto besser für Asien!

Poilu

24.01.2012, 08:27 Uhr

Was heißt hier "Griechen-Rettung" Griechenversklavung wäre zutreffender!

Persiflage

24.01.2012, 08:35 Uhr

Die Deutsche werden reicher - ein wenig.
Was jucken uns die Griechen, auch wenn wir dank der Griechen, die so gerne und soviel "Made in Germany" kaufen, reicher werden

http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/nachrichten/die-deutschen-werden-reicher-ein-wenig/6101352.html

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