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11.04.2011

08:46 Uhr

Börse Tokio

Autoaktien ziehen den Nikkei nach unten

An der Börse in Tokio standen die Autowerte zu Wochenbeginn nach einer Herabstufung unter Druck. Auch der Nikkei rutschte ab. Experten sehen in den kommenden Wochen wenig Potenzial für japanische Aktien.

Ein Geschäftsmann steht telefonierend vor der Außenanzeige der Börse in Tokio. Quelle: Reuters

Ein Geschäftsmann steht telefonierend vor der Außenanzeige der Börse in Tokio.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben zu Wochenbeginn überwiegend im Minus gelegen. An der Tokioter Börse sorgte eine Herabstufung des japanischen Autosektors durch die Citigroup am Montag für Druck auf die Kurse. Anhaltende Unruhen in Nordafrika am Wochenende fachten Sorgen über einen Engpass bei Öl und den Preis für den Rohstoff an: Öl kletterte erstmals seit September 2008 auf rund 113 Dollar je Barrel. Auch der schwache Dollar lockte Anleger in Rohstoffe. Auf der US-Währung lastete die Erwartung weiterer Zinserhöhungen in der Euro-Zone im Juli. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,4450 Dollar.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte ging mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 9719 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,1 Prozent auf 852 Zähler.

Nachdem der Nikkei gut zwei Drittel seiner Verluste seit Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe vor einem Monat wieder wettgemacht hat, rechnen Analysten nun mit schwierigerem Fahrwasser. „Der Markt wird auf dem derzeitigen Niveau verharren bis die Berichtssaison Anfang Mai losgeht“, sagte Norihiro Fujito, Investmentstratege bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. Erste Hinweise auf die weltweiten Auswirkungen der unterbrochenen Lieferkette nach den Katastrophen in Japan könnten US-Unternehmen wie Apple liefern. In den USA gibt Schwergewicht Alcoa am Montag nach US-Börsenschluss den Startschuss für die US-Bilanzsaison.

Zu den Verlierern zählten am Montag in Tokio insbesondere die Aktien der Autobranche, deren Produktion durch das Jahrhundertbeben stark beeinträchtigt ist. Daher empfehlen die Citigroup-Experten die Titel nun zum Verkauf. Toyota-Aktien gaben 2,4 Prozent nach, Honda 2,2 Prozent und Nissan 2,4 Prozent.

Ab Montag wollten die führenden Autohersteller ihre unterbrochene Produktion in Teilen wieder aufnehmen.

Der Kurs der Betreibergesellschaft Tepco des havarierten Atomkraftwerks in Fukushima schnellte dagegen um 19 Prozent in die Höhe. Ein Grund dafür war, dass Mizuho Securities ihre Bewertung „outperform“ für die schwer unter Druck geratene Aktie bekräftigte.

Außerhalb Japans verbuchten die Börsen in Südkorea, Taiwan, Singapur und Hongkong ebenfalls Verluste. Der Aktienmarkt in Shanghai lag dagegen im Plus. Das erste Handelsdefizit Chinas im Quartal seit 2004 wurde als Anzeichen für Fortschritte hin zu einer ausgeglicheneren Handelsbilanz Chinas mit dem Rest der Welt gewertet.

Von

rtr

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