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09.02.2015

08:13 Uhr

Börse Tokio

China-Zahlen drücken Japans Börse

Nach anfänglich guter Stimmung wegen positiver Daten aus den USA hat die Börse in Japan ins Minus gedreht. Grund dafür waren enttäuschende Zahlen zum chinesischen Außenhandel.

Am Montag ging es an der Börse Japan aufwärts. dpa

Kurstafel

Am Montag ging es an der Börse Japan aufwärts.

TokioSchwache Daten zum chinesischen Außenhandel haben am Montag für Verluste an den Aktienmärkten in Asien gesorgt. Der MSCI-Index für Börsen außerhalb Japans verlor 0,6 Prozent. Händler befürchteten einen weiteren Wirtschaftsabschwung in China. Gegen den Trend schloss die Börse in Tokio mit Gewinnen. Hier sorgten überraschend positive Daten vom US-Arbeitsmarkt für Auftrieb.

Die Importe der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt fielen im Januar im Jahresvergleich um fast 20 Prozent und die Exporte um 3,3 Prozent, wie die Zollbehörde am Sonntag mitteilte. Analysten hatten mit deutlich besseren Zahlen aus China gerechnet. „Die Daten zeigen, das die wirtschaftliche Abkühlung Realität geworden ist“, sagte der Makrostratege der HSBC-Bank in Tokio, Shuju Shirota. „Sollte die Regierung ihre Wachstumsziele im kommenden Monat senken, werden die Märkte das noch ernster nehmen.“

In Tokio zeigte sich ein anderes Bild. Der Leitindex Nikkei schloss 0,36 Prozent höher bei 17.711 Zählern. Der breiter aufgestellte Topix legte 0,55 Prozent auf 1424 Punkte zu. Wegen der Konjunkturdaten aus den USA fiel der Yen im Vergleich zum Dollar, was japanischen Exportunternehmen zugutekommt. So legten etwa Papiere des Baumaschinenherstellers Komatsu um knapp ein Prozent zu. Im Januar entstanden bei den US-Unternehmen außerhalb der Landwirtschaft 257.000 Jobs, während Experten im Schnitt von 234.000 ausgegangen waren. Einen derartigen Boom auf dem Arbeitsmarkt gab es seit 1994 nicht mehr.

Von

rtr

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