Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.01.2015

07:19 Uhr

Börse Tokio

Chinas BIP-Daten beflügeln japanischen Aktienhandel

China verzeichnet das langsamste Wirtschaftswachstum seit 24 Jahren. Doch die japanischen Anleger zeigen sich erleichtert über den Quartalszuwachs, der stärker ausfiel als von Experten erwartet. Nikkei und Topix steigen.

Reflexion eines Mannes, der auf eine Anzeigetafel der Börse in Tokio blickt. ap

Reflexion eines Mannes, der auf eine Anzeigetafel der Börse in Tokio blickt.

TokioEin überraschend kräftiges Wachstum der chinesischen Wirtschaft zum Jahresende hat die Tokioter Börse am Dienstag beflügelt. Zwar legte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt 2014 mit 7,4 Prozent so langsam zu wie seit 24 Jahren nicht mehr. Die Anleger ermutigte aber, dass der Zuwachs im vierten Quartal mit 7,3 Prozent etwas stärker als von Experten erwartet ausfiel und China damit das Tempo des Vorquartals und der letzten drei Monate 2013 halten konnte.

Anhaltende Spekulationen, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag mit einem massiven Programm zum Kauf von Staatsanleihen ihre Geldpolitik weiter lockern wird, gaben dem Markt zusätzlich Auftrieb.

Der Nikkei-Index für 225 führende Werte schloss mit einem Aufschlag von 352,01 Punkte oder 2,07 Prozent beim Stand von 17 366,30 Zählern. Der breit gefasste Topix verbesserte sich ebenfalls deutlich um 25,22 Punkte oder 1,84 Prozent auf den Stand von 1397,63 Punkten.

"Die Daten sorgen für etwas Erleichterung bei den Sorgen über die Konjunkturabkühlung in China", sagte Analyst Nobuhiko Kuramochi vom Broker Mizuho Securities. Vor allem die Aktien von Unternehmen mit engen Geschäftsbeziehungen zu mit China waren gefragt. So stiegen die Papiere des Baumaschinen-Herstellers Komatsu um fast drei Prozent.

Die Performance von Dax, S&P-500 & Co.

Athex (Griechenland)

Ein Jahr: - 28,9 Prozent
Drei Jahre: 21,4 Prozent
Fünf Jahre: - 62,4 Prozent

Bovespa (Brasilien)

Ein Jahr: - 2,9 Prozent
Drei Jahre: - 11,9 Prozent
Fünf Jahre: - 27,1 Prozent

BUX (Ungarn)

Ein Jahr: - 10,4 Prozent
Drei Jahre: - 2,0 Prozent
Fünf Jahre: - 21,6 Prozent

CSI 300 (China)

Ein Jahr: + 51,7 Prozent
Drei Jahre: + 50,6 Prozent
Fünf Jahre: - 1,2 Prozent

Dax (Deutschland)

Ein Jahr: + 2,7 Prozent
Drei Jahre: + 66,2 Prozent
Fünf Jahre: + 64,6 Prozent

MSCI Emerging Markets

Ein Jahr: - 4,6 Prozent
Drei Jahre: + 4,4 Prozent
Fünf Jahre: - 4,0 Prozent

MSCI World

Ein Jahr: + 2,9 Prozent
Drei Jahre: + 44,6 Prozent
Fünf Jahre: + 46,4 Prozent

NZX 50 (Neuseeland)

Ein Jahr: + 17,6 Prozent
Drei Jahre: + 70,0 Prozent
Fünf Jahre: + 72,4 Prozent

PSI 20 (Portugal)

Ein Jahr: - 26,8 Prozent
Drei Jahre: - 12,7 Prozent
Fünf Jahre: - 43,3 Prozent

RTS (Russland)

Ein Jahr: - 45,2 Prozent
Drei Jahre: - 42,8 Prozent
Fünf Jahre: - 45,3 Prozent

S&P-500 (USA)

Ein Jahr: + 11,4 Prozent
Drei Jahre: + 63,7 Prozent
Fünf Jahre: + 84,6 Prozent

TA-25 (Israel)

Ein Jahr: + 10,2 Prozent
Drei Jahre: + 35,0 Prozent
Fünf Jahre: + 27,9 Prozent

Auch die chinesische Leitbörse in Shanghai legte zu. Mit einem Plus von rund zwei Prozent erholte sie sich etwas von ihren kräftigen Vortagsverlusten. Am Montag war der Markt mit einem Minus von knapp acht Prozent so stark abgestürzt wie sonst an keinem einzelnen Tag seit Mitte 2008. Hauptgrund für den kräftigen Rückgang waren geplante Verbote für bestimmte Finanzprodukte, die zuletzt dafür gesorgt hatten, dass viel spekulatives Geld in den Markt geflossen ist.

Der Euro notierte in Fernost wenig verändert bei 1,1580 Dollar und 1,0193 Franken wenig verändert.


Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×