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18.10.2013

08:50 Uhr

Börse Tokio

Chinas Wachstum hebt die Stimmung in Fernost

Die Aktienkurse am japanischen Aktienmarkt sind leicht gefallen. Die Anleger fragen sich nun, welche Folgen der Haushaltsnotstand in Washington für die Wirtschaft haben könnte.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. ap

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie asiatischen Börsen haben am Freitag uneinheitlich tendiert. Während in Japan der Nikkei-Index mit einem leichten Minus aus dem Handel ging, wurden an anderen Handelsplätzen Gewinne verzeichnet. Händler sagten, nach der vorläufigen Einigung im US-Etatstreit herrsche bereits wieder Besorgnis, welche Folgen der 16-tägige Haushaltsnotstand in Washington für die Wirtschaft haben könnte.

Für positive Impulse sorgten indes chinesische Konjunkturdaten. Chinas Wirtschaft ist zwischen Juli und September schneller als im Vorquartal gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 7,8 Prozent zu nach einem Plus von 7,5 Prozent in den drei Monaten zuvor, wie das Nationale Statistikamt am Freitag mitteilte.

In den ersten neun Monaten wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt den Angaben nach um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Viele Investoren hatten befürchtet, dass sich Chinas Aufschwung als brüchig erweisen könnte, nachdem Exportdaten für September enttäuscht hatten.

Der Nikkei schloss mit 0,17 Prozent im Minus bei 14.561 Punkten, der breiter angelegte Topix fiel 0,06 Prozent auf 1205 Zähler. Der Leitindex in Taiwan ging hingegen mit einem Plus von 0,79 Prozent aus dem Handel, in Hongkong stieg der wichtigste Index um rund ein Prozent. Der Index für die asiatischen Märkte außerhalb Japans gewann knapp 0,9 Prozent.

Beherrschendes Thema in Fernost blieb der US-Haushaltsstreit. "Es ist keine Frage, dass der 'shutdown' in den USA sich auf die Konjunkturdaten auswirken wird, aber wie sehr und wie lange wird das der Fall sein?", fragte Stefan Worrall von Credit Suisse in Tokio.

Der japanische Autobauer Toyota ruft weltweit etwa 885.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurück, den Großteil davon in den USA. Grund seien potenzielle Probleme mit Klimaanlagenkondensatoren, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Es sei möglich, dass Wasser von den Kondensatoren auf Airbag-Kontrollmodule sickern könnte. Das wiederum könnte dazu führen, dass Airbags zum falschen Zeitpunkt ausgelöst würden. Auch die Servolenkung könne in Mitleidenschaft gezogen werden. Wegen des Kondensatorenproblems sei es zu zwei "kleinen" Verletzungen gekommen. Unfälle habe es keine gegeben.

Von

rtr

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