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17.10.2014

08:55 Uhr

Börse Tokio

Der Nikkei rutscht weiter ab

Die Talfahrt der Tokioter Börse geht weiter: Der Nikkei sackt erneut ab. Positive Effekte aus den USA verpuffen weitgehend. Die Euro-Schuldenkrise bereitet weiter Sorgen.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioAn den asiatischen Aktienmärkten hat die Erleichterung über jüngste Konjunkturdaten aus den USA am Freitag nicht lange angehalten. Nachdem einige Börsen zunächst eine leichte Trendwende nach oben vollzogen, gaben viele im Handelverlauf wieder nach. An der Wall Street hatten die offiziellen Zahlen über Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie über die Industrieproduktion Konjunktursorgen etwas gedämpft.

In Tokio hatte dies jedoch keine nachhaltigen positiven Auswirkungen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,4 Prozent im Minus bei 14.532 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,53 Prozent nach auf 1177 Zähler. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Werte außerhalb Japans lag zunächst im Plus, drehte im Handelsverlauf aber ins Minus.

In Tokio verloren Bankenwerte mehr als der Gesamtmarkt. . Auch Exporttitel wie Toyota Motor (minus 2,5 Prozent) und Honda Motor (minus 0,9 Prozent) lagen im negativen Bereich.

In den USA war zuvor berichtete worden, dass die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf ein 14-Jahres-Tief gefallen war. Die Industrieproduktion übertraf die Erwartungen.

Dagegen machten sich aber auch Sorgen über eine Wiederaufflammen der Euro-Schuldenkrise breit. Insbesondere der Anstieg der Renditen griechischer, italienischer und spanischer Staatsanleihen sorgte für Skepsis.

"Wir brauchen eine Phase besserer Daten aus den USA und insbesondere aus Europa, um die Märkte wirklich zu beruhigen und die Volatilität abzukühlen", sagte Chris Weston, Marktstratege bei IG Markets in Melbourne.

Der Chef des Aktien-Investments bei Sumitomo Life, Hiroshi Ono, sagte: "Die Leute glauben noch immer, dass die US-Wirtschaft auf soliden Füßen steht. Sie glauben aber nicht, dass sie stark genug ist, um die Weltwirtschaft anzuführen."

Der Euro notierte in Fernost zum Dollar kaum verändert. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,2804 Dollar bewertet, nach 1,2807 Dollar am Vorabend in den USA. Zum Yen notierte die US-Währung bei 106,20 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9428 Franken je Dollar und 1,2070 Franken je Euro gehandelt.

Von

rtr

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