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24.04.2012

08:26 Uhr

Börse Tokio

Europa drückt Asiens Märkte nach unten

Der weltweite Kursrutsch geht weiter. Negative Vorgaben aus Amerika und schlechte Nachrichten aus Europa sorgen auch an der Tokioter Börse für Unruhe. Zum vierten Mal in Folge schließt der Nikkei-Index tiefer.

Die Unsicherheiten in Europa belasten die Tokioter Börse. Reuters

Die Unsicherheiten in Europa belasten die Tokioter Börse.

TokioEuropas Schuldenprobleme sind an den asiatischen Börsen wieder in den Fokus gerückt. Die anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten belasteten am Dienstag die Märkte in Fernost. Börsianer befürchteten, dass die Regierungskrisen in den Niederlanden und Tschechien dazu führen, dass Sparmaßnahmen nicht umgesetzt werden. "Die zersplitterte Politik in der Euro-Zone über die Umsetzung des Sparkurses hat heute die Stimmung zerstört", sagte Ashraf Laidi von City Index.

Hinzu kamen schlechte Nachrichten von der Konjunktur. Die Wirtschaft in der Euro-Zone beschleunigt überraschend ihre Talfahrt. Sowohl die Industrie als auch die Dienstleister verbuchten im April schwächere Geschäfte als im März. "Die wieder aufkeimende Unsicherheit ist Gift für die Wirtschaft im Euro-Raum, die sich seit dem Herbst 2011 erneut in einer Rezession befindet", sagte Commerzbank-Analyst Christoph Weil.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:35 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss um 0,8 Prozent tiefer bei 9468 Punkten und damit den vierten Tag in Folge mit Verlusten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,7 Prozent auf 803 Punkte. Auch die Märkte in Südkorea, Taiwan und Shanghai lagen im Minus. Gewinne gab es lediglich in Singapur und Australien. Dem australischen Markt halfen Konjunkturdaten auf die Sprünge. Die Preise stiegen zuletzt weniger stark als erwartet.

Zu den Verlierern in Japan gehörten insbesondere Finanztitel. Aktien der Sumitomo Mitsui Financial Group gaben um 2,3 Prozent nach, die Papiere von Mitsubishi UFJ Financial Group büßten ebenfalls 2,3 Prozent ein.

Dagegen stiegen die Papiere des Chipausrüsters Advantest um 4,5 Prozent. Die Zeitung "Nikkei" hatte über einen Absatz-Anstieg bei Testgeräten für Smartphone-Chips berichtet. Bei Shinko Electric Industries ging es um 3,3 Prozent nach oben. Der Hersteller von Chip-Paketen und Trägerstreifen minderte seinen Betriebsverlust im abgelaufenen Finanzjahr. Toshiba-Anteilsscheine schlossen 0,9 Prozent im Plus. Das Unternehmen soll sich Kreisen zufolge aus dem Bieterrennen um den insolventen japanischen Chiphersteller Elpida zurückgezogen haben.

Der Euro stagnierte in Fernost. Ein Euro wurde mit 1,3151 Dollar bewertet und zeigte sich damit kaum verändert zum späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 80,86 Yen.

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An der New Yorker Börse schloss der Dow-Jones-Index 0,8 Prozent niedriger. Der breiter gefasste S&P-500 fiel ebenfalls um 0,8 Prozent, die Nasdaq sank um ein Prozent. „Europa gibt derzeit die Richtung vor“, sagte Joe Cogan von Topeka Capital Markets. „Es gibt keinen Grund, davon auszugehen, dass die Angst der Investoren sich schnell auflösen wird.“

Aktien der Sumitomo Mitsui Financial Group gaben um etwa 2,2 Prozent nach. Dagegen stiegen die Papiere des Chipausrüsters Advantest um mehr als 5,5 Prozent. Die Zeitung „Nikkei“ hatte über einen Absatz-Anstieg bei Testgeräten für Smartphone-Chips berichtet.

Von

rtr

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