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19.01.2010

07:37 Uhr

Börse Tokio

Exportwerte stehen in Japan unter Druck

Auch heute müssen die asiatischen Märkte Verluste hinnehmen. Der Nikkei verliert knapp 0,8 Prozent. Vor der Fortsetzung der Berichtssaison halten sich die Anleger zurück.

HB HONGKONG. In Fernost geht es weiter abwärts: Die asiatischen Börsen habenmehrheitlich tiefer tendiert. Die Anleger in Fernost hielten sich Händlern zufolge auch deshalb zurück, weil sie zunächst die Fortsetzung der Berichtssaison in den USA abwarten wollten. Ein schwächerer Dollar belastete in Japan Exportwerte, half aber Rohstofftiteln auf die Sprünge.

In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,8 Prozent auf 10 764 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss ebenfalls 0,8 Prozent im Minus bei 949 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong und Singapur notierten schwächer. Die Börse in Taiwan verzeichnete ebenfalls Abschläge. Ein Mitglied der dortigen Notenbank hatte angekündigt, die Zinsen für Übernachtgeld anzuheben, um die riesige Liquidität am Markt im Zaum zu halten. Lediglich der chinesische Leitindex zeigte sich etwas freundlicher. Dort zogen vor allem die Titel von Handelskonzernen wegen der besseren Aussichten der chinesischen Exportwirtschaft an.

Mit Spannung wurden am Markt die Unternehmensergebnisse aus den USA erwartet. "Die Investoren müssen vor den Quartalszahlen vorsichtig sein", sagte Yutaka Miura von Mizuho Securities in Tokio. In vielen Fällen seien gute Ergebnisse schon eingepreist worden, was zu Gewinnmitnahmen nach der Veröffentlichung geführt habe. In dieser Woche werden unter anderem Zahlen von IBM und Google erwartet. Am Montag waren die Börsen in New York wegen eines Feiertags geschlossen.

In Japan hatte die Kreisen zufolge kurz bevorstehende Insolvenz von Japan Airlines nur wenig Auswirkungen am Markt, da die Papiere der Fluglinie bereits in der vergangenen Woche massiv an Wert eingebüßt hatten und am Dienstag umgerechnet nur rund vier Eurocent kosteten. Der stärkere Yen drückte in Tokio Exporttitel wie die der Kamerahersteller Canon und Nikon, die um 1,4 Prozent und 1,2 Prozent nachgaben. Deren südkoreanischer Rivale Samsung gab bekannt, seinen Anteil auf dem hart umkämpften Markt für Kompaktkameras bis Ende des Jahres um drei Prozent auf 15 Prozent erhöhen zu wollen. Die Papiere von Samsung Digital Imaging sanken um 2,1 Prozent, die Anteilsscheine des Mutterkonzerns um 2,4 Prozent.

Der Euro fiel in Fernost gegenüber dem britischen Pfund auf ein Vier-Monats-Tief. Händler erklärten, die Sorgen über die griechischen Staatsfinanzen hätten sich nach dem Treffen der Eurogruppe am Montag in Brüssel etwas gelegt.

Ein Euro wurde gegenüber der US-Währung mit 1,4395 Dollar nach 1,4380 Dollar im späten US-Handel höher bewertet. Der Dollar wurde mit 90,51 Yen gehandelt nach 90,74 Yen.

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