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07.01.2011

06:42 Uhr

Börse Tokio

Exportwerte stützen den Nikkei-Index

Der Nikkei kostet so viel wie seit acht Monaten nicht mehr. Doch vor dem Arbeitsmarktbericht in den USA verlässt die Anleger in Tokio der Mut. Lediglich die Schwäche des Yen und die dadurch ausgelösten Gewinne bei Exportwerten sorgen für ein kleines Plus.

HB TOKIO.Vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht haben sich Anleger an der Tokioter Börse am Freitag zurückgehalten. Die leicht negativen Vorgaben der Wall Street hätten zusätzlich zur Nervosität beigetragen, sagten Händler. Immerhin konnte der Nikkei seine Vortagesgewinne leicht ausbauen. Der Leitindex stieg um 0,1 Prozent auf 10 541 Punkte und hielt sich damit auf dem höchsten Stand seit Mai 2010. Der breiter gefasst Topix-Index legte leicht um 0,2 Prozent zu auf 926 Zähler.

"Investoren in Japan sind wegen des US-Arbeitsmarktes vorsichtig", sagte Masatoshi Sato, Stratege bei Mizuho Investors Securities. "Sie schauen deswegen wohl nur stumm zu." Am Donnerstag hatten schlechte Nachrichten aus dem Einzelhandel die Wall Street leicht ins Minus gedrückt. Das verstärkte die Zurückhaltung der Anleger in Tokio.

Zu den Verlierern am Markt gehörte Japans wichtigste Öl- und Gaslieferant Inpex. Die Aktien gaben 1,3 Prozent nach, nachdem der Ölpreis am Donnerstag unter 89 Dollar je Barrel gefallen war.

Die Anteilsscheine der viertgrößten Bank des Landes, Resona, gaben 2,6 Prozent nach. Das Institut will nach Reuters-Informationen am Freitag eine Kapitalerhöhung bekanntgeben, um Staatshilfen zurückzuzahlen. Nachdem die Pläne die Papiere am Donnerstag um 14 Prozent in die Höhe hatten springen lassen, nahmen einige Anleger nun Gewinne mit.

Zu den Tagesgewinnern in Tokio zählten einmal mehr die Aktien von exportorientierten Unternehmen. Der Yen verbilligte sich zum Wochenschluss weiter auf Kurse um 83,50 Yen je Dollar. Das macht den Exporteuren Mut. Aktien des Elektronikkonzerns Pioneer gewannen mehr als fünf Prozent, die Aktien der Autohersteller Nissan und Toyota legten um 4,2 bzw. 2,7 Prozent zu.

Unterstützung erhielt die Börse in Tokio vom Markt in Shanghai. Dort legte der Index Shanghai Composite um 1,4 Prozent zu. Ebenso stark legte der CSI-300 zu, der die Entwicklung der 300 größten Werte an den Festlandbörsen in Shanghai und Shenzhen misst. Eine starke Kreditvergabe der Banken zum Jahresbeginn spülte eine Menge Kapital in den chinesischen Aktienmarkt. Außerdem hoffen viele Anleger darauf, dass die heimischen Firmen bessere Geschäftsergebnisse erzielen als bislang vorausgesagt.

Leicht im Plus notierten auch die Aktienmärkte in Hongkong und Südkorea. Tiefer lagen dagegen die Indizes in Taiwan und Singapur.

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