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06.07.2017

08:54 Uhr

Börse Tokio

Fed und Nordkorea belasten Nikkei

Die Märkte in Asien haben zurückhaltend auf die gemischten Töne aus den Fed-Protokollen reagiert. Auch das Atomprogramm Nordkoreas bereitet Sorgen. Der Nikkei schloss ebenso leichter wie der breiter gefasste Topix-Index.

Die asiatischen Aktienmärkte verbuchten überwiegend leichte Verluste dpa

Börse in Tokio

Die asiatischen Aktienmärkte verbuchten überwiegend leichte Verluste

TokioUnsicherheit über die künftige US-Zinspolitik hat am Donnerstag die Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten gedämpft. „Mit den gemischten Tönen von den Protokollen und der Verschiebung der Ankündigung des Bilanzabbaus ist es keine Überraschung, dass wir eine zurückhaltende Reaktion an den Märkten sehen“, sagte Jingyi Pan, Marktstratege vom Broker IG in Singapur. Laut Börsianern schauten die Investoren auch mit Sorge auf den Konflikt um Nordkoreas Atomprogramm, der auch Thema des am Freitag beginnenden G20-Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer in Hamburg sein dürfte.

Aus den Protokollen der Fed-Sitzung vom Juni war hervorgegangen, dass sich die US-Notenbanker nicht einig darüber sind, wann sie den Startschuss für den Abbau der in der Weltfinanzkrise auf 4,5 Billionen Dollar angeschwollenen Bilanz geben wollen. Auch über die Folgen der weiterhin niedrigen Inflation ist sich die Führung der Federal Reserve nicht einig.

Sitzungsprotokoll: Die Spannung innerhalb der Fed nimmt zu

Sitzungsprotokoll

Die Spannung innerhalb der Fed nimmt zu

Das Protokoll der Junisitzung zeigt, dass sich zwei unterschiedliche Beurteilungen der US-Wirtschaft herausgebildet haben. Das macht es für Notenbank-Chefin Janet Yellen schwieriger, ihren geldpolitischen Kurs zu halten.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,4 Prozent niedriger bei 19.994 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,2 Prozent auf 1615 Zähler. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Zudem spielten die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel eine Rolle. Die USA erklärten, sie seien im extremen Fall dazu bereit, das Militär in der Nordkorea-Krise einzusetzen.

Auch andernorts in Fernost gaben die Kurse leicht nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,1 Prozent. In Shanghai grenzten die chinesischen Leitindizes im Verlauf ihre Verluste ein und notierten kaum verändert.

Am Devisenmarkt ließ das Fed-Protokoll den Dollar weitgehend kalt. Zum Yen notierte der Greenback mit 113,12 Dollar geringfügig niedriger als am Mittwochabend in New York. Der Euro war mit 1,1340 Dollar einen Tick leichter als am Vorabend mit 1,1352 Dollar.

Von

rtr

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