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08.08.2012

08:53 Uhr

Börse Tokio

Hoffnung auf Notenbanken beflügelt Asiens Märkte

Fernöstliche Vorfreude: Die Investoren sind sich sicher, dass die Notenbanken in Europa und den USA den angespannten Märkten zur Hilfe kommen werden. Die Vorgaben aus New York tun ihr übriges. In Tokio stiegen die Kurse.

Ein Mann vor einer Börsenanzeigentafel in Tokio. Reuters

Ein Mann vor einer Börsenanzeigentafel in Tokio.

TokioDie Börsen in Asien leben weiter von ihren Hoffnungen auf Schützenhilfe durch die Zentralbanken. Die Kurse legten am Mittwoch an vielen Märkten zu, weil viele Anleger darauf setzen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank (Fed) weitere Schritte zur Bekämpfung der Schuldenkrise in Europa und des weltwirtschaftlichen Abschwungs unternehmen werden.

Diesen Optimismus nährte der Fed-Präsident von Boston, Eric Rosengren. Er hatte erklärt, die US-Notenbank solle so lange Hypothekenpapiere und Staatsanleihen erwerben, bis sie mit dem Zustand der Wirtschaft zufrieden sei. Außerdem klammern sich die Investoren weiter an die Zusage von EZB-Präsident Mario Draghi, alles zu tun, um den Euro zu erhalten. "Draghis jüngste Kommentare haben in den Augen des Marktes die Wahrscheinlichkeit einer Krise in Europa auf kurzfristige Sicht reduziert", sagte Analyst Ric Spooner von CMC Market.

Der Tag an den Märkten (17:45 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit einem Plus von 0,9 Prozent auf 8881 Punkten. Es war das dritte Mal in Folge, dass der Leitindex mit Gewinnen aus dem Handel ging. Investoren warten gespannt darauf, wann der Nikkei die psychologisch wichtige Marke von 9000 Zählern durchbricht. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,3 Prozent auf 745 Punkte. Aufschläge verzeichneten ebenfalls die Märkte in Taiwan, Südkorea, Shanghai und Australien. Abschläge gab es dagegen in Singapur und Hongkong. Zu den Verlusten in Hongkong trugen vor allem enttäuschende Zahlen der Fluggesellschaft Cathay Pacific bei, die den größten Verlust in der ersten Jahreshälfte seit 2003 bekanntgab. Die Aktie der Airline fiel mehr als sieben Prozent.

Die Woche an den Märkten

Mittwoch

Deutsche Industrieproduktion, US-Produktivität. Die Bank von Japan beginnt ihre geldpolitische Sitzung. Bei den Firmen liefern Zahlen: Nikon, Axel Springer, Stada, Fraport, Brenntag, Klöckner & Co, Douglas, Heidelberger Druck, Evotec, Freenet, Gigaset, Grammar, SAS, OMV, Swisscom, ING, Rio Tinto, News Corp, J.C. Penney.

Donnerstag

Chinesische Industrieproduktion sowie Erzeuger- und Verbraucherpreise, japanisches Verbrauchervertrauen, Ifo-Wirtschaftsklima für den Euro-Raum, US-Zahlen zum Arbeitsmarkt sowie zur Handelsbilanz. Firmendaten veröffentlichen Rhön Klinikum, Lufthansa, Deutz, Symrise, Bilfinger Berger, Commerzbank, MLP, OVB, Deutsche Telekom, Cewe Color, Jungheinrich, TAG Immobilien, Patrizia Immobilien, Palfinger, Aegon, Aviva, Nestlé, Swiss Re.

Freitag

Chinesischer Außenhandel, deutscher Verbraucherpreisindex, französische Industrieproduktion, US-Einfuhrpreise. Zahlen von Thyssen-Krupp, Rheinmetall, Hannover Rück, TUI, Deutsche Postbank, Drillisch IVG Immobilien, Bechtle.

Bei den Einzelwerten in Tokio standen Sharp nach den starken Verlusten der jüngsten Zeit erneut im Fokus. Das Papier gewann 2,7 Prozent. Der Partner Hon Hai Precision Industry aus Taiwan hält daran fest, einen größeren Anteil Sharp zu übernehmen.

Zulegen konnten ebenfalls exportorientierte Unternehmen wie Nissan und Honda. Die Papiere der Autobauer stiegen um 1,3 Prozent beziehungsweise um 1,4 Prozent. Die Anteilsscheine des Industrieroboter-Herstellers Fanuc gewannen 1,3 Prozent. "Anleger schauen heute nach Namen, mit denen sie Qualität verbinden und die eine hohe Marge bieten wie Fanuc", begründete ein Händler die Entwicklung.

Der Euro tendierte in Fernost zum Dollar schwächer. Händler zeigten sich besorgt über den anhaltenden Widerstand Deutschlands gegen umfangreiche Anleihenkäufe der EZB. Die Einheitswährung fiel um 0,1 Prozent auf 1,2386 Dollar.

Von

rtr

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