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15.10.2012

08:54 Uhr

Börse Tokio

Inflationsdaten aus China helfen Aktien in Asien

Die Aktien des japanischen Mobilfunkriesen Softbank fallen auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten. Das Unternehmen könnte bald die Mehrheit am US-Konkurrenten Sprint Nextel übernehmen und der Telekom in den Weg kommen.

Ein Schild vor der Börse in Tokio. dpa

Ein Schild vor der Börse in Tokio.

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Montag vor der Veröffentlichung weiterer Quartalsbilanzen großer Unternehmen überwiegend schwächer notiert. In Tokio sorgte indes die leicht gesunkene Inflation in China für Erleichterung: Der japanische Aktienmarkt startete daher mit Kursgewinnen in die neue Handelswoche. Anleger nahmen die Preisdaten zum Anlass, auf weitere geldpolitische Lockerungen zur Belebung der Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zu hoffen.

Der Tag an den Märkten (Stand: 18:00 Uhr)

Dax

7.478 Punkte (+ 0,99 Prozent)

Dow Jones

13.064 Punkte (+ 0,33 Prozent)

Nikkei

+ 0,13 Prozent (Schlussstand vom Montag)

Euro

1,3040 Dollar

Gold

1.714 Dollar

Öl (Brent)

112,01 Dollar

Wasser in den Wein goss die nach Medienberichten bevorstehende und 20 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Sprint Nextel durch den japanischen Mobilfunkriesen Softbank. Deren Papiere stürzten um mehr als fünf Prozent ab auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten.

Der Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung von 70 Prozent im Wert von 20 Milliarden Dollar stehe kurz bevor, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Sonntag. Bereits am Montag könne die Transaktion bekanntgegeben werden. Das Geschäft sehe vor, dass die Softbank rund acht Milliarden Dollar an neuem Kapital bereitstelle und zusätzliche zwölf Milliarden Anteilsscheine von Sprint-Aktionären erwerbe.

Die Softbank hatte erstmals Donnerstag bestätigt, in Gesprächen mit Sprint zu sein. Einem Medienbericht zufolge haben die Japaner noch mehr vor: Wie Nikkei meldete, könnte Softbank Sprint nutzen, um auch Jagd auf den kleineren US-Rivalen MetroPCS zu machen. Damit kämen die Japaner der Deutschen Telekom in den Weg, die bereits eine Offerte für MetroPCS abgegeben hat und sich nun vor einem teuren Bietergefecht sorgen muss.

Die anderen asiatischen Börsen notierten überwiegend mit Verlusten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg 0,5 Prozent auf 8577 Zähler. Der Leitindex verzeichnete damit zum ersten Mal seit sechs Tagen in Folge wieder Gewinne. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,65 Prozent auf 722 Punkte zu. Nach anfänglichen Verlusten drehten auch Exportwerte ins Plus. Sony-Papiere legten um 0,8 Prozent zu, Panasonic-Aktien um ein Prozent. Auch die Aktien der Autobauer zogen an.

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Die Aktien des Bauausrüsters Komatsu stiegen um 4,3 Prozent. Anleger ließen sich auch von einem "Nikkei"-Bericht nicht schrecken, wonach der Betriebsgewinn im abgelaufenen Quartal um 17 Prozent zurückgegangen ist.

In Hongkong tendierte der Hang Seng leicht ins Minus. So fielen die Papiere von ZTE auf ein Monatstief, weil der zweitgrößte chinesische Telekomausrüster erstmals einen Quartalsverlust auswies. Angang Steel gab eine Gewinnwarnung aus. Das seien Zeichen, dass China mehr zur Ankurbelung des Wachstums tun müsse, sagte Jackson Wong von Tanrich Securities.

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Der Euro gab im fernöstlichen Handel zum Dollar nach. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel auf 1,2909 Dollar. Am Freitag im späten New Yorker Handel lag der Euro noch bei 1,2951 Dollar. Vor dem anstehenden EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag rückten die Problemfälle der Euro-Zone wieder in den Vordergrund. Der Markt warte vor allem auf Hinweise, ob Spanien weitere internationale Hilfen beantrage, sagten Händler.

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rtr

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