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28.09.2012

13:45 Uhr

Börse Tokio

Inselstreit mit China belastet Aktienmarkt

Trotz guter Vorgaben aus New York hat die Tokioter Börse zum Ende der Woche geschwächelt. Die Industrieproduktion in Japan ist überraschend deutlich gesunken.

Kein Einigung im Inselstreit

Japan: keine Kompromisse, keine Zugeständnisse

Kein Einigung im Inselstreit: Japan: keine Kompromisse, keine Zugeständnisse

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TokioDer japanische Aktienmarkt hat am Freitag schwächer tendiert. Die Sorge vor den Auswirkungen des Insel-Streits mit China auf die Bilanzen japanischer Firmen drücke die Stimmung, sagten Händler. Da helfe es auch nicht, dass es aus Spanien mit der Verabschiedung weiterer Einsparungen potenziell gute Nachrichten in der Euro-Schuldenkrise gebe.

Der Tag an den Märkten (Stand: 6:20 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Die Industrieproduktion in Japan ist im August überraschend deutlich gesunken. Den am Freitag von der Regierung vorgelegten Daten zufolge schrumpfte der Ausstoß um 1,3 Prozent, während Volkswirte nur mit minus 0,5 Prozent gerechnet hatten. Schon im Juli war die Industrieproduktion in der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft um 1,0 Prozent gefallen. In einer Umfrage der Regierung unter den Unternehmen sagten diese für September im Schnitt einen weiteren Rückgang um 2,9 Prozent voraus.

Den japanischen Firmen machen der starke Yen, die Schuldenkrise in Europa und neuerdings auch Probleme auf ihrem wichtigsten Export-Markt China infolge des Insel-Streits zwischen beiden Ländern zu schaffen. Der Euro hat am Freitag im fernöstlichen Handel zum Dollar fester tendiert. Das neue Sparprogramm der spanischen Regierung habe die Gemeinschaftswährung gestützt, sagten Händler. Der Euro kostete 1,2934 Dollar, nach 1,2911 am späten Donnerstagabend in New York. Zum Yen notierte die US-Währung mit 77,51 Yen wenig verändert.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte zum Ende des Vormittagshandels 0,4 Prozent tiefer mit 8918 Punkten und schloss 0,89 Prozent tiefer. Der breiter gefasste Topix-Index gab anfangs 0,5 Prozent auf 742 Stellen nach.

Unter den Einzelwerten stachen Stahlhersteller positiv hervor. So stiegen Aktien von Kobe Steel 3,3 Prozent, Nippon Steel 1,9 Prozent und JFE Holdings ein Prozent. Zuvor hatte der größte börsennotierte Stahlproduzent Chinas, Baoshan, mitgeteilt, seine Fertigung in einem verlustbringenden Werk anzuhalten.

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Das Sparpaket des Euro-Krisenlandes Spanien hat die New Yorker Anleger am Donnerstag in Kauflaune versetzt. Zur Freude der US-Investoren will die Regierung in Madrid die Krise mit ehrgeizigen Maßnahmen und einem zeitlich festgelegten Reformplan bewältigen. Für Zuversicht auf dem Parkett sorgten zuvor schon Spekulationen, dass die chinesische Regierung schon bald der heimischen Wirtschaft unter die Arme greifen wird. Ernüchterung verbreitete jedoch eine Reihe schwacher Konjunkturdaten aus den USA, die Hoffnungen auf eine zügige Wirtschaftserholung dämpften.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Handelsverlauf zwischen einem Hoch von 13.522 und einem Tief von 13.413 Punkten. Er verabschiedete sich 0,5 Prozent höher bei 13.485 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 legte ein Prozent auf 1447 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 1,4 Prozent auf 3136 Stellen.

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Außer auf Spanien konzentrierten sich die Anleger vor allem auf die Konjunkturentwicklung in China. "Es würde mich nicht überraschen, wenn die chinesische Zentralbank auf den Zug der geldpolitischen Lockerung aufspringt", erklärte Adam Sarhan von Sarhan Capital. "Wir müssen jedoch abwarten, ob es ein entschiedener Schub wird, oder eher eine symbolische Geste."

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rtr

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