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08.05.2012

09:16 Uhr

Börse Tokio

Japaner kaufen wieder gelassen ein

In Tokio haben die Wahlergebnisse von Frankreich und Griechenland ihren Schrecken verloren. Die Händler griffen nach Kursverlusten wieder zu. Gewinner war auch Japans erster Pharmakonzern am Generikamarkt.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dapd

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioNach den Kursverlusten zum Wochenbeginn haben sich die Aktienmärkte in Asien am Dienstag wieder beruhigt. Für Gelassenheit sorgte die Debatte über die Ankurbelung des Wachstums in Europa. So pocht insbesondere der designierte französische Präsident Francois Holland darauf, den Fiskalpakt um einen Wachstumspakt zu ergänzen. Analysten rechnen damit, dass dies den Banken zugutekommt. Zudem beruhigte die Aussicht auf öffentliche Unterstützung für Spaniens Banken die Investoren. Zuvor hatten bereits die Händler an der Wall Street auf die Wahlergebnisse in Frankreich und Griechenland weitestgehend entspannt reagiert.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,7 Prozent höher auf 9181 Punkten, nachdem er am Montag 2,8 Prozent verloren hatte und auf ein Drei-Monats-Tief abgerutscht war. Der breiter gefasste Topix-Index stieg 0,6 Prozent auf 776 Zähler. Auch die Börsen in Seoul, Taiwan und Australien verbuchten leichte Zuwächse. Hongkong und Shanghai lagen dagegen wegen Sorgen um den chinesischen Immobilienmarkt im Minus.

Der Tag an den Märkten (Stand 18:00 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Für positive Stimmung sorgte ansonsten, dass Spanien signalisierte, den gebeutelten Kreditinstituten des Landes helfen zu wollen. "Spanien ist verglichen mit Griechenland oder Portugal eine viel größere Wirtschaft. Weil ein Pleite-Szenario hier einfach keine Option ist, werden öffentliche Gelder hineingepumpt werden müssen", sagte Takao Hattori von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. Auch der Euro erholte sich leicht von seinem Tiefstand am Montag von 1,2955 Dollar und wurde wieder über 1,30 Dollar gehandelt.

Unter den Einzelwerten stand in Tokio der japanische Konzern Marubeni im Fokus, dem die größten Chancen auf eine milliardenschwere Übernahme des US-Getreidehändlers Gavilon eingeräumt werden. Kreisen zufolge sind die Verhandlungen über den 5,2 Milliarden Dollar schweren Kauf bereits weit fortgeschritten. Marubeni-Papiere legten 3,8 Prozent zu. Die Übernahme von Gavilon würde den Asiaten zu einer enormen Präsenz in den USA verhelfen. Zuvor hatten zwei potenzielle japanische Rivalen - Mitsui und Mitsubishi - abgewunken.

Die Woche an den Märkten

Donnerstag

Wichtigster Termin ist die Bekanntgabe des Ifo-Geschäftklimaindexes der Euro-Zone am Mittag. Daneben werden für die USA die Aus- und Einfuhrpreise, die Handelsbilanz, die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe sowie am Abend Daten zum Staatshaushalt vorgelegt. SMA Solar, Solarworld, Tui, Deutsche Telekom, Singulus, ProSiebenSat.1, Deutz, RWE, Bilfinger Berger, MLP, ING, Unicredit und Sony berichten.

Freitag

Die Internationale Energieagentur präsentiert ihren monatlichen Ölmarktbericht. Außerdem kommt die Umfrage der Uni Michigan zur US-Verbraucherstimmung im Mai. Manz, Freenet und Evonic öffnen ihre Bücher.

Leicht nach oben ging es für die Daichi-Sankyo-Aktie. Das Unternehmen hat der Zeitung "Nikkei" zufolge die Entwicklungs- und Verkaufsrechte für zwei Generika von der US-Biotechnologiefirma Coherus gekauft. Daichi Sankyo sei damit der erste japanische Pharmakonzern, der in den Markt für biotechnologische Generika einsteigt.

Von

rtr

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