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31.10.2014

06:16 Uhr

Börse Tokio

Japanische Anleger greifen kräftig zu

Auf dem Börsenparkett in Tokio legen die Indizes mehr als deutlich zu. Der Grund: Japans Zentralbank hat überraschend die geldpolitischen Zügel weiter gelockert. Der Nikkei macht einen Sprung nach oben.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Reuters

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioJapans Zentralbank hat überraschend die geldpolitischen Zügel weiter gelockert. Das gab die Zentralbank am Freitag bekannt. An der Börse in Tokio schoss der Nikkei-Index für 225 führende Werte in einer ersten Reaktion um mehr als fünf Prozent nach oben. Zugleich zog der Dollar zum Yen auf den höchsten Stand seit sechs Jahren an.

Die Zentralbank beschloss, die Geldbasis um jährlich 80 Billionen Yen auszuweiten (582 Milliarden Euro). Das ist eine Aufstockung um 10 bis 20 Billionen Yen. Der Nachfragedämpfer in Folge einer Anhebung der Verbrauchssteuer im April sowie ein deutlicher Rückgang bei den Ölpreisen habe jüngst zu einem Druck auf die Preise geführt, hieß es.

Japans Notenbank war im April vergangenen Jahres zu einer aggressiven Lockerung der Geldpolitik übergegangen. Damit soll die jahrelange Deflation mit stetig fallenden Preisen überwunden werden. Zu diesem Zweck kauft die Notenbank jetzt noch verstärkter als bisher Staatsanleihen und riskantere Finanzinstrumente. Ziel der Bank von Japan ist eine Inflationsrate von zwei Prozent bis zum Jahr 2015.

Zuvor hatten bereits positive Vorgaben von der Wall Street für gute Stimmung gesorgt. Dort hatte am Donnerstag von überraschend guten Zahlen des weltweit größten Kreditkartenanbieters Visa profitiert. Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 1,3 Prozent höher auf 17.195 Punkten. Der S&P stieg um 0,6 Prozent auf 1994 Stellen. Beim Nasdaq-Index betrug das Plus 0,4 Prozent auf 4566 Zähler.

Der Euro zeigte sich kaum verändert. Ein Euro wurde mit 1,2603 Dollar bewertet. Der Dollar wurde mit 109,29 Yen gehandelt. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,2053 und zum Dollar mit 0,9563.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Uwe Warschkow

31.10.2014, 11:18 Uhr

Angesichts der Staatsverschuldung musste die BoJ handeln.Über 2 Trillionen Yen Verschuldung,hätte mir das einer vor 25 Jahren gesagt,ich hätte es nicht geglaubt.Damals lag die Verschuldung in Japan,nur bei einem Zehntel der heutigen Summe.
Ja...so ändern sich die Zeiten.Nikkei damals bei 35500.

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