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11.07.2012

09:21 Uhr

Börse Tokio

Japanische Händler folgen Amerikanern ins Minus

Die Furcht vor einer Konjunktur-Flaute in den USA ist ansteckend: Am Mittwoch rutschte der Nikkei-Index in die Verlustzone. Vor allem die Aktien des Pharmaunternehmens Hisamitsu verloren.

Eine Börsenanzeige in Tokio zeigt Verluste an. dapd

Eine Börsenanzeige in Tokio zeigt Verluste an.

TokioDie Erwartung sinkender Unternehmensgewinne angesichts der trüben Konjunkturaussichten hat am Mittwoch die Stimmung an den Börsen in Fernost gedrückt. Die Verluste hielten sich allerdings in Grenzen, weil die Anleger den Rückmarsch der Renditen für spanische Staatsanleihen positiv bewerteten. Für Zuversicht sorgte auch, dass die erste Hilfstranche an die spanische Regierung noch im Juli fließen soll. Allerdings hielt sich die Unsicherheit an den Aktienmärkten, ob die europäischen Länder die Schuldenkrise wirklich in den Griff bekommen. Am Dienstag hatte auch der italienische Regierungschef Mario Monti die Möglichkeit von EU-Hilfen für sein schuldengeplagtes Land ins Spiel gebracht.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:45 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index machte anfängliche Verluste zum Handelsschluss beinahe wieder wett und schloss in Tokio fast unverändert 0,08 Prozent im Minus bei 8851 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,17 Prozent auf 757 Punkte. Auch die Aktienmärkte in Taiwan, Südkorea und Australien traten auf der Stelle. Die Börse in Hongkong lag 0,3 Prozent im Minus. Dagegen stemmten sich die Märkte in Shanghai und Singapur gegen den Abwärtstrend. In China sorgten Äußerungen von Regierungschef Wen Jiabao für Auftrieb, das Wachstum müsse durch Investitionen unterstützt werden.

"Zusätzlich zum Druck wegen der Sorgen um das weltweite Wirtschaftswachstum kommen noch enttäuschende Unternehmensgewinne", sagte Chung Seung-Jae von Mirae Asset Securities. So setzte die weltweite Konjunkturflaute etwa dem US-Aluminiumkonzern Alcoa zu, wenn auch nicht ganz so stark wie befürchtet. Alcoa läutet traditionell die US-Bilanzsaison ein. Der US-Chipausrüster Applied Materials schraubte am Vortag seine Jahresprognose zurück, weil die Nachfrage künftig voraussichtlich schwächer ausfalle als zunächst gedacht.

Besonders hoch fiel in Tokio bei den Einzelwerten der Rückgang bei den Papieren von Hisamitsu Pharma aus. Die Anteilsscheine fielen um 2,4 Prozent, nachdem das japanische Pharmaunternehmen einen Gewinneinbruch von knapp 22 Prozent im Zeitraum von März bis Mai bekanntgegeben hatte.

Besorgte Anleger hatten der New Yorker Wall Street am Dienstag bei dünnen Umsätzen bereits Verluste eingebrockt. Der Pessimismus einer ganzen Reihe von Technologiefirmen schürte auch hier die Furcht der Investoren vor einer globalen Konjunkturflaute und deren Folgen für die Gewinne der US-Unternehmen.

Der Euro hielt sich in Fernost stabil bei 1,2262 Dollar.

Von

rtr

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