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02.04.2015

09:10 Uhr

Börse Tokio

Japanischer Aktienmarkt erholt sich

In Fernost erhellte die Stimmung der Anleger aufgrund der Hoffnung, die japanische Notenbank könnte Wertpapiere am Markt kaufen. Zu den Gewinnern gehören Banken.

Passant vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio. Reuters

Tokio

Passant vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio.

TokioKauffreudige Anleger haben den Börsen in Fernost vor den Oster-Feiertagen Auftrieb verliehen. Auch schwache Konjunkturdaten aus den USA konnten die Stimmung am Donnerstag nicht trüben. Der Nikkei-Index ging mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 19.312 Punkten aus dem Handel. Der breiter aufgestellte Topix legte sogar 1,7 Prozent auf 1554 Zähler zu. Händler begründeten die Aufschläge mit einer Schnäppchenjagd nach jüngsten Kursverlusten und mit Spekulationen, dass die japanische Notenbank Wertpapiere am Markt kaufen könnte, um die Wirtschaft anzukurbeln. Am Vortag war der Nikkei noch auf den tiefsten Stand seit drei Wochen gefallen.

Auch die meisten anderen Börsen in Asien lagen im Plus. Gewinne gab es in Taiwan, Singapur, Südkorea und vor allem in Australien. Dort setzen Anleger darauf, dass die Notenbank gleich nach am Dienstag die zweite Leitzinssenkung im laufenden Jahr bekanntgibt. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,6 Prozent.

In Tokio waren vor allem Bankentitel gefragt. Die Papiere des Instituts Mizuho verteuerten sich um 1,8 Prozent und vom Rivalen Sumitomo Mitsui um knapp zwei Prozent. Für den Kamera- und Medizintechnikhersteller Olympus ging es dagegen um 4,1 Prozent nach unten. Der Elektronikkonzern Sony hatte bekanntgegeben, sich von der Hälfte seiner Olympus-Anteile zu trennen, um Geld für den Konzernumbau einzunehmen. Sony-Papiere verteuerten sich um 3,1 Prozent.

Auf dem Devisenmarkt kostete der Euro mit 1,079 Dollar etwas mehr als am Mittwochabend in New York. Enttäuschende Konjunkturdaten versetzten dem Greenback einen Dämpfer. Auf die Stimmung drückten der schwach ausgefallene Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management sowie Daten des privaten Arbeitsvermittlers ADP, wonach US-Firmen im März weniger Stellen schufen als erwartet. Im Vergleich zur japanischen Währung stand der Dollar bei 119,57 Yen. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0399 und zum Dollar mit 0,9636.

Von

rtr

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