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26.08.2011

08:45 Uhr

Börse Tokio

Japans Börse legt leicht zu

Die Anleger in Japan warten mit Spannung auf die Rede des US-Notenbankchefs Ben Bernanke. Bis es soweit ist, bleiben die sie lieber in Deckung.

Am Vormittag bewegte sich der Nikkei kaum. dpa

Am Vormittag bewegte sich der Nikkei kaum.

TokioVor der mit Spannung erwarteten Rede des US-Notenbankchefs Ben Bernanke haben die asiatischen Aktienmärkte am Freitag insgesamt bei dünnem Handel etwas zugelegt. Händler erklärten, die Anleger wollten zunächst die Äußerungen Bernankes auf dem Notenbank-Treffen in Jackson Hole abwarten, bevor sie sich neu positionierten. Von der Rede (16.00 Uhr MESZ) erhoffen sich die Investoren mehr Klarheit über die weitere Geldpolitik in den USA. Sorgen vor einer erneuten Rezession in der weltgrößten Volkswirtschaft hatten die Märkte zuletzt deutlich belastet.

In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent höher bei 8797 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,6 Prozent zu auf 756 Punkte. Auch die Bewegungen an den übrigen asiatischen Börsen hielten sich in Grenzen: In Seoul betrug das Plus 0,8 Prozent und in Taiwan 0,5 Prozent. Dagegen notierten die Märkte in Hongkong , Singapur und Shanghai jeweils rund 0,5 Prozent schwächer.

Während einige Investoren die Hoffnung auf ein starkes Signal von Bernanke äußerten - etwa die Ankündigung eines weiteren Programms zum Aufkauf von US-Staatsanleihen -, dämpften andere Marktteilnehmer die Erwartungen. „Dem Markt fehlt das Aufwärtspotenzial, weil viele zweifeln, dass es eine weitere quantitative Lockerung der US-Geldpolitik geben wird“, erklärte Lee Suk-won von E-Trade Securities. Wegen dieser Unsicherheit hielten sich viele Anleger zurück, hieß es.

Bernanke hatte vor einem Jahr bei dem gleichen Treffen die Investoren auf das zweite Programm zum Kauf von Anleihen (“QE 2“) zur Stimulierung der Wirtschaft vorbereitet. Die schwindende Hoffnung auf ein drittes Programm dieser Art hatte am Donnerstag bereits die Aktien an der Wall Street belastet.

Bei den Einzelwerten stach in Tokio der Chiphersteller Elpida Memory hervor, dessen Aktienkurs mehr als elf Prozent zulegte. Analysten erklärten, das Papier habe in den vergangenen vier Wochen mehr als 40 Prozent an Wert eingebüßt und sei damit deutlich unterbewertet gewesen.

Von

rtr

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