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02.05.2013

09:47 Uhr

Börse Tokio

Kleine Verlustserie an Japans Märkten

Die Aktienmärkte in Japan haben bereits den vierten Handelstag in Folge mit Abschlägen beendet. Die Aktie von Sharp zog dagegen an. Anleger hoffen auf Bankenhilfe für den angeschlagenen Elektronikhersteller.

Anzeige der Börsenkurse in Downtown Tokio. ap

Anzeige der Börsenkurse in Downtown Tokio.

TokioAn Asiens Aktienmärkten haben sich die Anleger nach schwachen Konjunkturdaten aus den USA und China am Donnerstag zurückgehalten. Zur Vorsicht trug auch der bevorstehende Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Nachmittag bei.

"Die Stimmung am Markt wird derzeit von dem Tauziehen zwischen Sorgen um die Weltwirtschaft und Unterstützung durch die Notenbanken geprägt", sagte Hirokazu Yuihama, Marktstratege von Daiwa Securities.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor 0,8 Prozent auf 13.694 Punkte. Es war der vierte Handelstag in Folge mit Abschlägen - das hat es seit November nicht mehr gegeben. Viele Anleger wollten sich vor dem langen Wochenende nicht festlegen, sagte Masayuki Doshida, Analyst von Rakuten Securities.

Die japanischen Finanzmärkte bleiben Freitag und Montag wegen Feiertagen geschlossen, der Handel geht erst am Dienstag weiter. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans gab 0,4 Prozent nach.

In den USA läuft die Erholung der Wirtschaft weiter schleppend, was Sorgen um die Weltwirtschaft schürte. Jüngsten Daten zufolge schufen US-Unternehmen so wenige neue Stellen wie seit sieben Monaten nicht mehr, die Bauausgaben gingen zurück, und die Industrie schaffte nur noch ein Mini-Wachstum.

Dividenden - Fragen und Antworten

Was ist eine Dividende?

Die Dividende ist der Anteil am Gewinn einer Aktiengesellschaft, den ein Konzern direkt an die Anleger ausschüttet. Einen Anspruch auf Dividende haben Aktionäre nicht. Unternehmen können das Geld auch nutzen, um Schulden zurückzuzahlen, Investitionen zu tätigen oder Übernahmen zu finanzieren. Manche Unternehmen wie die Deutsche Telekom zahlen Aktionären auch eine Mindest-Dividende.

Was ist die Dividendenrendite?

Die Dividendenrendite gibt den prozentualen Anteil der Dividende am Aktienkurs an.

Wer bekommt eine Dividende und wann?

Dividendenberechtigt ist jeder, der am Tag der Hauptversammlung mindestens eine Aktie des Unternehmens im Depot hat – egal, ob er sie bereits vor Jahren oder erst am Tag zuvor gekauft hat. Der vom Management vorgeschlagene Bonus wird mit den Stimmen der Aktionäre bei der Hauptversammlung beschlossen. Schon direkt am Folgetag oder kurz darauf landet die Dividende auf dem Konto des Anlegers. In Deutschland ist eine jährliche Dividendenzahlung üblich.

Lohnt es sich, eine Aktie nur zur Ausschüttung zu kaufen?

Von der verlockenden Strategie, kurz vor dem Stichtag zu kaufen, um einen Tag danach wieder zu verkaufen, raten Experten Normalanlegern ab. Denn schon vorher ist üblicherweise die vom Unternehmen angekündigte Dividende im Aktienwert „eingepreist“. Das heißt, der Kurs ist in den Wochen vor der Hauptversammlung um diesen Betrag gestiegen – und fällt danach meist wieder.

Was bekommt das Finanzamt?

Seit 2009 gilt die Abgeltungsteuer für Kapitaleinkünfte, die eine pauschale Besteuerung von 25 Prozent vorsieht. Für Aktionäre bedeutet dies, dass ein Viertel ihrer Dividenden an den Fiskus wandert. Die Banken, bei denen Aktionäre ihre Depots verwalten, führen die Steuer automatisch ab. Bei Wertpapierbeständen im Ausland müssen Anleger selbst aktiv werden und die Dividenden in der Steuererklärung angeben.

Die maue US-Wirtschaft wiederum wirkt sich auf das Exportgeschäft von China aus. Die Industrie der Volksrepublik des Landes wuchs im April langsamer als noch im März. Die Nachfrageschwäche in Teilen der schuldengeplagten Euro-Zone macht sich zudem bemerkbar.

Hier setzen viele Anleger auf eine Zinssenkung der EZB am Donnerstag. Seit Tagen wird am Finanzmarkt auf einen solchen Schritt spekuliert. Im Vorfeld gab der Euro leicht auf 1,3174 Dollar nach. Die US-Währung konnte sich nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch wieder etwas von ihren jüngsten Verlusten erholen. Die Fed beließ den Leitzins für die größte Volkswirtschaft der Welt bei 0 bis 0,25 Prozent. Auch die Anleihekäufe zur Stützung der Konjunktur gehen in unvermindertem Tempo weiter.

Die verlässlichsten Dividendenzahler

Platz 15

Siemens
Dax
Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7
Jährliche Steigerung: 11,8 Prozent

Platz 14

Generali Deutschland

GeneralSt

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7

Jährliche Steigerung: 16,2 Prozent

Platz 13

Gerry Weber

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7

Jährliche Steigerung: 17,6 Prozent

Platz 12

Henkel

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,1 Prozent

Platz 11

Grenkeleasing

SDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,3 Prozent

Platz 10

Linde

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,7 Prozent

Platz 9

BayWa

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 11,7 Prozent

Platz 8

Nürnberger Beteiligungs-AG

GeneralSt

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 12,6 Prozent

Platz 7

Axel Springer

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 17,4 Prozent

Platz 6

Munich Re

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 21,1 Prozent

Platz 5

Fielmann

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 9

Jährliche Steigerung: 14,5 Prozent

Platz 4

Fresenius Medical

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 9,2 Prozent

Platz 3

Fresenius SE

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 11,9 Prozent

Platz 2

Fuchs Petrolub

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 25,0 Prozent

Platz 1

Stratec Biomedical

TecDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 40,8 Prozent

Quelle: DSW/dips, April 2013

Bei den Einzelwerten standen nach US-Absatzzahlen vor allem Autowerte im Mittelpunkt. Die Aktien von Toyota gaben um gut ein Prozent nach. Der Autobauer hat nur wenige der gerade in den USA gefragten Pick-Ups und Geländewagen im Angebot.

Die Aktien von Sharp legten dagegen fünf Prozent zu, nachdem die Zeitung "Nikkei" berichtet hatte, dass zwei Banken dem angeschlagenen Elektronikhersteller wohl Kredite geben wollen, damit Sharp eine auslaufende Anleihe zurückzahlen kann.

Der angeschlagene Elektronik-Konzern hat Insidern zufolge im vergangenen Geschäftsjahr einen unerwartet hohen Verlust eingefahren. Der Fehlbetrag habe sich auf 500 Milliarden Yen (3,86 Milliarden Euro) summiert, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen zu Reuters. Eigentlich hat das Unternehmen nur ein Minus von 450 Milliarden Yen in Aussicht gestellt.

Die chinesische Industrie ist im April einer Umfrage zufolge langsamer gewachsen als noch im März. Der am Donnerstag veröffentlichte endgültige Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC sank auf 50,4 Punkte von 51,6 Punkten im Vormonat und lag damit im Rahmen der ersten Schätzung.

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Der Dow-Jones-Index hat am Mittwoch leicht nachgegeben.

Werte über 50 Punkte zeigen ein Wachstum des Sektors an, Werte darunter ein Schrumpfen. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für die chinesische Wirtschaft war am Mittwoch veröffentlicht worden und ergab einen Stand von 50,6 Punkten im April nach 50,9 im März.

Volkswirte sahen in den Daten einen Beleg dafür, dass die Erholung in China intakt ist, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt aber noch mit Unwägbarkeiten zu kämpfen hat. Vor allem das Exportgeschäft blieb schwach. Grund ist die fragile Erholung in den USA sowie die Nachfrageschwäche aus Teilen der schuldengeplagten Euro-Zone.

Von

rtr

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