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13.07.2012

08:49 Uhr

Börse Tokio

Konjunkturdaten stützen Asien-Börsen

Die chinesische Wirtschaft ist wie erwartet um 7,6 Prozent gewachsen. Das gibt dem Aktienmarkt in Tokio einen leichten Schub. In Seoul sorgen Schnäppchenjäger für eine Kurserholung.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioBeruhigende Konjunkturdaten aus China haben die Aktienmärkte in Fernost am Freitag gestützt. Die zweitgrößte Volkswirtschaft wuchs im zweiten Quartal zwar so langsam wie seit drei Jahren nicht mehr. Das BIP-Plus von 7,6 Prozent lag aber im Rahmen der Erwartungen. Die Anleger zeigten sich daher erleichtert, dass böse Überraschungen ausblieben und zunächst kein noch schärferer Abschwung droht. Allerdings wagten sie sich vor dem Wochenende nicht weit aus der Deckung. Zumal die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Italiens fast auf Ramschniveau herunterstufte und damit die Furcht vor einer weiteren Verschärfung der Schuldenkrise in Europa und der Folgen für die Weltkonjunktur schürte. Große Kursbewegungen blieben daher aus.

An der Tokioter Börse schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,1 Prozent im Plus bei 8724 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor dagegen 0,2 Prozent auf 746 Punkte. Der Leitindex in Shanghai trat auf der Stelle. Die Märkte in Hongkong, Seoul, Singapur und Sydney verzeichneten Gewinne. Die Börse in Taiwan gab nach.

Die Zahlen zum chinesischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahmen Experten zufolge etwas Druck aus dem Markt. "Das BIP-Wachstum liegt im Rahmen der Markterwartungen und lindert damit Sorgen unter den Investoren vor einem weiteren Abschwung der Wirtschaft in China", sagte Ökonom Li Huiyong von Shenyin & Wanguo Securities. Allerdings änderten die Daten nichts an der gesamten Gemengelage, mahnte Analyst Guy Stear von Societe Generale in Hongkong. "Aus diesen Zahlen kann man ablesen, dass weitere Unterstützung von geldpolitischer Seite nötig ist."

Bei den Einzelwerten stand der japanische Werbekonzern Dentsu im Mittelpunkt, dessen Aktien um sieben Prozent einbrachen. Das Unternehmen will mit dem milliardenschweren Kauf des britischen Konkurrenten Aegis den europäischen Markt erobern. Dentsu legte dafür umgerechnet rund vier Milliarden Euro auf den Tisch. Börsianer hielten den Kaufpreis für zu hoch.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:58 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Nach den jüngsten Kursabschlägen sorgten in Seoul Schnäppchenjäger für eine kräftigere Erholung. So schossen die Papiere des südkoreanischen Elektronikriesen Samsung um 4,4 Prozent in die Höhe. Die Titel des Autobauers Hyundai gewannen 3,4 Prozent.

Die Vorgaben aus den USA waren negativ: Sorgen über ein Abflauen der weltweiten Konjunkturentwicklung hatten die Wall Street am Donnerstag ins Minus gedrückt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 12.573 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,5 Prozent auf 1334 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq gab 0,8 Prozent auf 2866 Punkte nach. (Reporter: Chikako Mogi und Hideyuki Sano; bearbeitet von Christian Götz; redigiert von Boris Berner)

Von

rtr

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