Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.03.2014

08:32 Uhr

Börse Tokio

Krise in der Ukraine belastet Asiens Börsen

Es geht wieder abwärts am japanischen Aktienmarkt. Der Nikkei-Index verliert mehr als ein Prozent. Politische Unsicherheit in der Ukraine und die Kapriolen des Yen sind die Ursachen dafür.

Der Nikkei-Index fällt. Doch Analysten hoffen, dass es nicht unter die Marke von 14.000 Punkten geht. Reuters

Der Nikkei-Index fällt. Doch Analysten hoffen, dass es nicht unter die Marke von 14.000 Punkten geht.

TokioDie Krim-Krise hat die asiatischen Aktienmärkte am Montag belastet. An fast allen Börsen gaben die Kurse nach. Händler bezeichneten das als Reaktion auf die Ereignisse vom Wochenende. "Die risikoreicheren Anlagen erhalten einen Dämpfer, und alle flüchten sich in sichere Häfen", sagte Sam Tuck, Devisenstratege bei ANZ im neuseeländischen Auckland. In der Ukraine wächst die Angst vor militärischen Zusammenstößen, nachdem Russland faktisch die Kontrolle über die Schwarzmeer-Halbinsel Krim übernommen und das russische Parlament einen Einmarsch genehmigt hat.

Japan-Investments: Die gezielte Zerstörung des Yen

Japan-Investments

Die gezielte Zerstörung des Yen

Japans Notenbank kennt derzeit nur ein Ziel: Die bewusste Abwertung des Yen. Damit soll der Export und damit die Wirtschaft gestärkt werden. Die Börse steigt. Anleger sollten aber die Nebenwirkungen nicht übersehen.

Der Nikkei-Index schloss 1,3 Prozent schwächer bei 14.652 Punkten, der breiter gefasste Topix gab 1,2 Prozent auf 1196 Zähler nach. Exportwerte wie Toyota oder Canon gerieten unter Druck. Sie litten unter einem stärkeren Yen: Die japanische Währung ist bei Investoren als Fluchtwährung beliebt. Ein Dollar kostete mit 101,26 Yen so wenig wie seit fast einem Monat nicht mehr. Außerhalb Japans gaben die Aktienkurse ebenfalls nach, der entsprechende MSCI-Index notierte 0,7 Prozent schwächer.

Experten rechnen damit, dass die Lage in der Ukraine noch länger die Börsen belastet. "Mein Tipp ist, dass letztlich der Westen resigniert und vor dem Hintergrund der Geschichte einsieht, dass die Krim Russland zufällt. Aber es wird mindestens einen Monat dauern, bis das Thema sich beruhigt, und so lange bleiben die Märkte auch instabil", sagte ein Händler bei einer japanischen Bank. Für Unruhe sorgte auch die Finanzlage der Regierung in Kiew: Es ist unklar, ob das Land um einen Staatsbankrott herumkommen kann. Die Ukraine benötigt in den kommenden beiden Jahren 35 Milliarden Dollar, vier Milliarden möglicherweise sofort.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×