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18.05.2012

08:54 Uhr

Börse Tokio

Kursrutsch an den Aktienmärkten in Asien

Die japanischen Anleger schauen mit großer Sorge auf die Situation der spanischen Banken. Auch die Lage in Griechenland belastet die Kurse. Der Euro fällt weiter und liegt nun unter 1,27 Dollar.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioIm Sog der europäischen Schuldenkrise geht es an Asiens Börsen weiter steil bergab. Zum Wochenschluss prägten vor allem Sorgen um Spaniens Banken den Handel und zogen insbesondere Finanzwerte nach unten. Hinzu kamen die schwelende Angst vor einem Euro-Austritt Griechenlands sowie schwache Zahlen aus der amerikanischen Wirtschaft. "Es gibt noch keine Lösung des Europa-Problems, und wir hatten sehr enttäuschende US-Daten", sagte Marktstratege Frances Cheung von Credit Agricole CIB in Hongkong am Freitag. "Das alles ist negativ und drückt zusätzlich auf die Stimmung am Markt." Für die US-Industrie gab es am Vortag einen Dämpfer: Der Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia ging im Mai überraschend zurück.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index drei Prozent tiefer auf 8611 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 2,9 Prozent auf 726 Zähler nach. Die Unsicherheit angesichts der Krise in Europa treibt viele Investoren in den Yen, den sie als relativ sichere Anlage betrachten. Dies wiederum belastet die Aktienkurse exportorientierter Unternehmen, denen ein starker Yen das Auslandsgeschäft erschwert. Nissan-Ppaiere etwa verloren 3,2 Prozent. Die Aktie von Nikon gab 6,2 Prozent nach.

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Unter Druck standen auch Finanztitel. So rutschten etwa die Papiere des Brokers Nomura um 5,6 Prozent ab. Die Ratingagentur Moody's stufte 16 spanische Finanzinstitute herab und schürte damit Befürchtungen, die Bankenkrise in dem Euro-Land könnte weiter eskalieren. Hinzu kam ein Medienbericht, wonach Kunden der teilweise verstaatlichten spanischen Sparkasse Bankia allein in der vergangenen Woche über eine Milliarde Euro abgezogen hätten. Das spanische Wirtschaftsministerium dementierte dies allerdings.

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Auch an den anderen Börsen in Asien gab es starke Kursverluste. Der MSCI-Index für Aktien der Asien-Pazifik-Region mit Ausnahme Japans fiel um 3,1 Prozent. Besonders stark war der Rückgang in Seoul. Auch an den Handelsplätzen in Australien, Taiwan und Hongkong standen die Indizes tief im Minus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab um 1,2 Prozent auf 12.442 Punkte nach. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 12.440 und 12.611 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 1,5 Prozent auf 1304 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 2,1 Prozent auf 2813 Punkte.

Der Tag an den Märkten (Stand 14:30 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Von

rtr

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

18.05.2012, 06:41 Uhr

Fazit: Mann/Frau nehme ihr Erspartes, steige aus der Weichwährung Euro aus, solange das noch geht und schichte um in Edelmetalle oder norwegische Kronen. So hat Mann/Frau wenigstens etwas Sicherheit gegenüber dem Euro und Dollar Monopolygeld!

Tomate

18.05.2012, 07:03 Uhr

Am liebsten würde ich in Schweizer Franken tauschen und zwar jedes Euro Gehalt bis das ganze Schlammassel überstanden ist.
Aber die Wechselkurse an der Reise Bank sind so schlecht bzw. man verliert bei jedem Umtausch gleich mal 10% an Gebühren. :-(

freak1982

18.05.2012, 07:16 Uhr

Da würde ich dir empfehlen, mach ein Schweizer Bankkonto auf, überweis dein Geld dorthin und irgendwann machst du einen kleinen Urlaub da und nimmst es mit.

Nur Sei gewarnt: die Schweizer haben sich nach unten leider an den Euro gekoppelt. Sind also voll mit dabei, wenn es nach Unten geht.

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