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14.03.2014

09:33 Uhr

Börse Tokio

Kurssturz am japanischen Aktienmarkt

Im Sog der Verluste an der Wall Street gibt auch die Börse in Tokio am Donnerstag deutlich nach. Der Nikkei-Index fällt um mehr als drei Prozent.

Mann in Tokio vor einer Tafel mit Aktienkursen. dpa

Mann in Tokio vor einer Tafel mit Aktienkursen.

TokioDie Furcht vor einer weiteren Eskalation auf der Krim hat die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenschluss belastet. Dazu kommen schwache Konjunkturdaten aus China und die Aussicht auf eine weitere Drosselung der Wertpapierkäufe durch die US-Notenbank Fed. Die Kurse an vielen Handelsplätzen fielen auf den niedrigsten Stand seit einem Monat. Viele Investoren trennten sich von ihren Aktien und parkten ihr Geld in Yen.

Der Nikkei -Index fiel am Freitag um 3,3 Prozent auf 14.327 Zähler. Auf Wochensicht gab das Barometer sogar 6,2 Prozent nach, so viel wie seit neun Monaten nicht mehr. Der breiter gefasste Topix gab 3,2 Prozent auf 1164 Punkte nach. Besonders Exportwerte gerieten wegen des stärkeren Yen unter Druck. Die japanische Währung gilt als sicherer Hafen und steigt daher besonders in turbulenten Zeiten im Wert. Der Dollar notierte so 0,2 Prozent schwächer bei 101,7 Yen.

Auch außerhalb Japans gaben die Kurse nach. Der entsprechende MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte ohne Japan verlor 1,4 Prozent. Russlands Militärmanöver nahe der Grenze zur Ukraine schürte Sorgen, dass sich die Lage weiter zuspitzt. Am Sonntag sollen die Bewohner der Krim-Halbinsel darüber abstimmen, ob sie künftig zur Ukraine oder zu Russland gehören wollen. Die USA drohten bereits mit Sanktionen, wenn es zu einem Anschluss der Krim an Russland kommen sollte.

Auch die unerwartet schwachen Konjunkturdaten aus China vom Donnerstag belasteten die Aktienmärkte. Auch die Aussicht auf geringere Wertpapierkäufe der US-Notenbank drückte auf die Stimmung. In den USA kam die Wirtschaft zuletzt wieder in Schwung, so stiegen die Einzelhandelsumsätze wieder, die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank. Experten rechnen daher damit, dass die Fed bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche das Volumen der Wertpapierkäufe um weitere zehn Milliarden Dollar monatlich drosselt.

Von

rtr

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