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16.01.2015

10:31 Uhr

Börse Tokio

Kursverluste an japanischen Börsen

Die Entscheidung der Schweizer Notenbank schickt Exportwerte in den Keller. Nikkei und Topix geben nach. Die Zahlen des Chipherstellers Intel lassen Aktien in der Computerbranche purzeln.

Passanten vor einem Schaufenster, in dem die Aktienkurse der Börse Tokio angezeigt werden. Reuters

Passanten vor einem Schaufenster, in dem die Aktienkurse der Börse Tokio angezeigt werden.

TokioDie überraschende Freigabe des Schweizer Franken hat auch an den Börsen in Fernost für Aufruhr gesorgt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging am Freitag mit einem Minus von 1,43 Prozent bei 16.864 Punkten aus dem Handel. Der MSCI-Index asiatischer Werte ohne Japan tendierte 0,4 Prozent tiefer. Der Dollar fiel gegenüber der japanischen Währung auf ein Ein-Monats-Tief von 115,90 Yen. Dies sorgte für Verluste bei Exportwerten.

Sony und Suzuki verloren 4,6 Prozent und 1,8 Prozent. Nachdem der weltgrößte Chiphersteller Intel mit seiner Bilanz die Anleger enttäuschte, litten Aktien der Computerbranche. Die Anteilsscheine von Ibiden sanken um 1,8 Prozent, die von Shinko Electric fielen um 3,7 Prozent.

Die Performance von Dax, S&P-500 & Co.

Athex (Griechenland)

Ein Jahr: - 28,9 Prozent
Drei Jahre: 21,4 Prozent
Fünf Jahre: - 62,4 Prozent

Bovespa (Brasilien)

Ein Jahr: - 2,9 Prozent
Drei Jahre: - 11,9 Prozent
Fünf Jahre: - 27,1 Prozent

BUX (Ungarn)

Ein Jahr: - 10,4 Prozent
Drei Jahre: - 2,0 Prozent
Fünf Jahre: - 21,6 Prozent

CSI 300 (China)

Ein Jahr: + 51,7 Prozent
Drei Jahre: + 50,6 Prozent
Fünf Jahre: - 1,2 Prozent

Dax (Deutschland)

Ein Jahr: + 2,7 Prozent
Drei Jahre: + 66,2 Prozent
Fünf Jahre: + 64,6 Prozent

MSCI Emerging Markets

Ein Jahr: - 4,6 Prozent
Drei Jahre: + 4,4 Prozent
Fünf Jahre: - 4,0 Prozent

MSCI World

Ein Jahr: + 2,9 Prozent
Drei Jahre: + 44,6 Prozent
Fünf Jahre: + 46,4 Prozent

NZX 50 (Neuseeland)

Ein Jahr: + 17,6 Prozent
Drei Jahre: + 70,0 Prozent
Fünf Jahre: + 72,4 Prozent

PSI 20 (Portugal)

Ein Jahr: - 26,8 Prozent
Drei Jahre: - 12,7 Prozent
Fünf Jahre: - 43,3 Prozent

RTS (Russland)

Ein Jahr: - 45,2 Prozent
Drei Jahre: - 42,8 Prozent
Fünf Jahre: - 45,3 Prozent

S&P-500 (USA)

Ein Jahr: + 11,4 Prozent
Drei Jahre: + 63,7 Prozent
Fünf Jahre: + 84,6 Prozent

TA-25 (Israel)

Ein Jahr: + 10,2 Prozent
Drei Jahre: + 35,0 Prozent
Fünf Jahre: + 27,9 Prozent

An den übrigen Fernost-Märkten dominierten ebenfalls die negativen Vorzeichen. Die Börse in Taiwan ging mit einem Minus von 0,3 Prozent aus dem Handel, in Südkorea sank der Leitindex um 1,3 Prozent.

Die Ankündigung der Schweizer Notenbank könnte die Volatilität, die seit Jahresbeginn an den Märkten beobachtet werde, weiter anfachen, sagte Kathy Lien von BK Asset Management. Auch angesichts der niedrigen Öl- und Rohstoffpreise sowie der globalen Wirtschaftslage würden die Anleger in den kommenden Wochen vermutlich sehr vorsichtig agieren", erklärte Chisato Haganuma von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

In einer 180-Grad-Kehrtwende hatte die Schweizer Notenbank SNB den seit etwa drei Jahren geltenden Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro aufgegeben. Während dieser Zeit hatte sie diese Marke mit milliardenschweren Stützungskäufen verteidigt. Offenbar rechne die Notenbank fest mit baldigen umfassenden Wertpapierkäufen der EZB, sagten Händler.

Der Euro wurde in Fernost mit 1,0182 Schweizer Franken gehandelt, nachdem die Gemeinschaftswährung am Vortag auf ein Rekordtief von 0,8639 Franken gefallen war. Gegenüber dem Greenback lag der Euro mit 1,1637 Dollar auf dem Niveau im späten New Yorker Handel. Zum Dollar wurde der Schweizer Franken mit 0,8770 Franken je Dollar gehandelt.

Von

rtr

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