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14.11.2011

07:28 Uhr

Börse Tokio

Märkte in Asien setzen auf Papademos und Monti

Die neuen Regierungschefs in Italien und Griechenland sind am Montag an den Finanzmärkten mit Erleichterung und Vorschusslorbeeren empfangen worden. An den Börsen Asiens legten die Kurse zu. Auch der Euro erholte sich.

Japanische Geschäftsmänner vor einer Börsentafel. dpa

Japanische Geschäftsmänner vor einer Börsentafel.

SingapurDie asiatischen Aktienmärkte und der Euro haben in der Hoffnung auf ein entschlossenes Handeln der neuen Regierungen in Italien und Griechenland zum Wochenauftakt zugelegt. „Alles lief nach Plan am Wochenende, und deswegen sehen wir eine positive Reaktion“, sagte Analyst Michael Turner von RBC Capital Markets in Sydney. Am Sonntag war im hoch verschuldeten Italien der frühere EU-Kommissar Mario Monti als Chef einer neuen Regierung ernannt worden. Er soll nun in erster Linie an den Finanzmärkten das Vertrauen der Anleger in das Land zurückgewinnen. Anleger blickten mit Spannung auf den geplanten Verkauf fünfjähriger italienischer Staatsanleihen im Volumen von drei Milliarden Euro am Vormittag.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ein Prozent fester bei 8603 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,9 Prozent auf 735 Zähler. In Griechenland steht wie in Italien mit Lukas Papademos ein Wirtschaftsexperte an der Regierungsspitze. Er war früher Vize-Präsident der Europäischen Zentralbank. Investoren hoffen, dass die beiden hoch verschuldeten Euro-Länder nun zügig entschlossene Reformen angehen und damit ein Zusammenbruch der Euro-Zone verhindert wird. Der Euro zog in Fernost auf Kurse von gut 1,3750 Dollar an nach zuletzt 1,3745 in New York.

Auch an den Aktienmärkten in Südkorea, Taipeh und Singapur verbuchten die Papiere überwiegend Gewinne. In China lagen die wichtigsten Indizes in Hongkong und Shanghai sogar rund zwei Prozent im Plus. „Die Kurserholung könnte diese Woche bestimmen“, sagte Yutaka Miura von Mizuho Securities. „Ob es dazu kommt, hängt weniger von japanischen Unternehmenszahlen ab als von externen Faktoren wie den anhaltenden Entwicklungen in Europa.“ In Tokio zogen vor allem Finanztitel an. Mitsubishi UFJ Financial legten knapp zwei Prozent zu, Sumitomo Mitsui Financial 2,2 Prozent und Mizuho Financial ebenfalls fast zwei Prozent. Sony -Aktien kletterten um 1,4 Prozent. Ein Konsortium unter Führung des Konzerns hat sich für 2,2 Milliarden Dollar den Musikrechte-Katalog von EMI gesichert.

Die Titel des japanischen Kameraherstellers Olympus wurden nicht gehandelt. Allerdings gab es eine Reihe von Kaufordern. Zuvor war aus mit dem Fall vertrauten Kreisen verlautet, das Unternehmen könne womöglich den Verlust der Börsennotiz durch Zahlung einer Geldstrafe für gefälschte Geschäftszahlen vermeiden.

Von

rtr

Kommentare (1)

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staerikasi

14.11.2011, 06:35 Uhr

worin besteht denn die expertise beider herren.
kann ich die fähigkeiten beider herren mit der desolaten wirtschaftslage und den zerrütten finanzverhältnissen ihrer
heimatländer in verbindung bringen.
beide waren doch an höchsten schaltstellen bereits für die oekonomische zukunft ihrer jeweiligen länder tätig.

ist es nicht eher so,daß die märkte hoffen wollen,weil die gebieter der weltweit überschüssigen liquidität nach profit lechtzen und nach jeden strohhalm greifen.

im übrigen sind die beiden nicht vom volk gewählten technokraten weder in der lage das verständnis der bürger für weitere besitzstandseinschnitte zu fördern noch können sie sich mittelfristig im politikbetrieb von den mafiösen eliten beider länder abgrenzen noch gegen diese durchsetzen.

alle hoffnung hat schon längst reißaus zu unserer frau dr.
merkel genommen.

hat uns die dame nicht zu silvester mitgeteilt,daß wir den euro stärken müssen und wir gestärkt aus der krise ge-
kommen sind.

die beiden herren sind zumindest auf dem experten niveau unserer politeliten und mangels expertise genauso fremdbestimmt.

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