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08.09.2014

09:03 Uhr

Börse Tokio

Nervöser Nikkei schließt im Plus

Die Kurse am japanischen Aktienmarkt haben sich am Montag nach einem nervösen Handelstag nach oben bewegt. Dabei stellten gemischte Konjunkturdaten aus China und Japan die Risikobereitschaft der Anleger auf die Probe.

Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioGemischte Signale aus den USA, China und Japan haben zum Wochenbeginn für Verunsicherung der Anleger in Fernost gesorgt. Die Kurse an der Tokioter Börse bewegten sich am Montag bei nervösem Handel zwar leicht nach oben. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,2 Prozent höher bei 15.705 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,4 Prozent zu auf 1298 Zähler. Der MSCI-Index für die Asien-Pazifik-Region ohne Japan trat aber auf der Stelle.

Positive Impulse am Markt lieferten die Kursgewinne an den US-Börsen vom Freitag. Dort hatten die Börsianer relativ schwache Arbeitsmarktdaten als Signal dafür gewertet, dass sich die US-Notenbank mit dem Straffen der Geldpolitik Zeit lassen wird. "Der Markt ist erleichtert, da wir uns in einer idealen Situation befinden - nicht zu heiß und nicht zu kalt", resümierte Takatoshi Itoshima von Commons Asset Management. Börsianer fürchten, dass Anzeichen für eine kräftige Erholung die US-Währungshüter auf den Plan rufen könnten.

Eine Neuberechnung der japanischen Wirtschaftsleistung ergab, dass das Bruttoinlandsprodukt im Frühjahr noch ein wenig deutlicher geschrumpft war als zunächst angenommen. Aus China kam die Nachricht, dass die Exporte im August unerwartet deutlich anzogen, während die Importe überraschend fielen. "Die Daten aus China zeigen, dass sich die globale Wirtschaft erholt, während die Erholung der chinesischen Wirtschaft offenbar schwächer als erwartet ist", sagte der Analyst Hikaru Sato von Daiwa Securities.

Die Märkte in Singapur und Hongkong gaben jeweils 0,1 Prozent nach. Die Börsen in Shanghai und Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen. Bei den Einzelwerten standen in Tokio unter anderem der Telekom-Konzern SoftBank im Mittelpunkt des Interesses, weil das riesige chinesische Internet-Handelshaus Alibaba die Preisspanne für seinen mit Spannung erwarteten Börsengang in New York bekanntgab. SoftBank hält mehr als 30 Prozent an Alibaba und die Aktien legten deshalb mehr als zwei Prozent zu.

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Am Devisenmarkt in Fernost notierte die US-Währung zum Yen mit 105,11 Yen. Der Euro tendierte kaum verändert mit 1,2939 Dollar. Das britische Pfund büßte zwischenzeitlich rund ein Prozent seines Wertes ein und fiel dabei auf den tiefsten Stand des Jahres, weil eine Umfrage erstmals eine Mehrheit für die Abspaltung Schottlands ergab.

Von

rtr

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