Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.01.2010

07:41 Uhr

Börse Tokio

Nikkei auf 15-Monats-Hoch

Die Anleger in Tokio erklären die Wirtschaftskrise bald für beendet und steigen ein. Der Nikkei klettert auf ein 15-Monatshoch. Vor allem Rohstoffaktien profitieren.

HB HONGKONG. Ist die Krise bald vorbei? Die asiatischen Börsen sind den Kursen an der Wall Street am Dienstag mehrheitlich ins Plus gefolgt. An den Handelsplätzen machte sich vermehrt Zuversicht über den weiteren Verlauf der weltweiten Wirtschaftserholung breit und ließ Anleger auch bei riskanteren Werten zugreifen. Der Dollar stabilisierte sich in Fernost, nachdem er zum Start ins neue Jahr schwächer tendiert hatte. Der Ölpreis bewegte sich nahe der Marke von 82 Dollar pro Fass, da der strenge Winter in den USA und Europa die Nachfrage ankurbelte.

In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent auf 10 681 Punkte und verzeichnete damit den höchsten Schlussstand seit 15 Monaten. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,4 Prozent im Plus bei 919 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten fester. Die Börse in Südkorea tendierte dagegen im Minus. Dort gab es wegen des robusten Wirtschaftswachstums Spekulationen um eine baldige Zinserhöhung der Zentralbank, was die Landeswährung Won auf ein 15-Monats-Hoch gegenüber dem Dollar trieb. Exportwerte gerieten daraufhin unter Druck.

In Tokio war dagegen Optimismus angesagt. "Die globale Wirtschaft ist eindeutig aus dem Gröbsten heraus", sagte Hiroaki Osakabe, Fondsmanager bei Chibagin Asset Management. Nun warte jeder, ob die Erholung tatsächlich konstant verlaufe oder nicht. Die Anzeichen dafür, dass der Aufschwung Fuß gefasst habe, mehrten sich jedoch.

Gefragt waren Rohstofftitel und die Papiere der Handelshäuser Mitsubishi und Mitsui & Co, die sich jeweils um fast drei Prozent verteuerten. Die Anteilsscheine der Bank Sumitomo Mitsui legten um 1,5 Prozent zu. Das Geldhaus plant nach Angaben mehrerer mit der Angelegenheit vertrauter Personen eine Kapitalerhöhung von umgerechnet rund sechs Mrd. Euro. Die Preise für eine Reihe von Rohstoffen wie etwa Öl, Gold und Getreide hatten bereits am Montag stark zugelegt, da die Investoren angesichts der Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung wieder riskantere Strategien favorisierten.

Die Papiere von Japan Airlines stiegen 2,3 Prozent, nachdem sich die angeschlagene Fluggesellschaft mit der Mehrheit ihrer Mitarbeiter auf eine Reduzierung der Pensionslasten geeinigt hat. Damit steigen die Chancen für JAL auf eine Rettung durch den Staat.

Der Dollar sank gegenüber dem Euro auf 1,4462 Dollar von zuvor 1,4411 Dollar in New York. Am Vortag hatte die US-Währung noch um 0,6 Prozent nachgegeben. Gegenüber dem Yen sank der Dollar auf 92,46 Yen nach 92,55 Yen. Der Euro wurde mit 132,66 Yen gehandelt nach 133,39 Yen zum US-Handelsschluss am Montag.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×