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10.04.2015

09:39 Uhr

Börse Tokio

Nikkei auf Rekordjagd

Der Nikkei knackte im Freitagshandel kurz die wichtige 20.000-Punkte-Marke, das erste Mal seit 15 Jahren. Japanische Aktien sind für Anleger attraktiver denn je. Experten rechnen damit, dass die Rally weitergeht.

Vor einer elektronischen Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Börse Tokio

Vor einer elektronischen Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie asiatischen Börsen haben am Freitag ihren Aufwärtstrend weitgehend fortgesetzt. In Tokio übersprang der Leitindex Nikkei im Handelsverlauf erstmals seit 15 Jahren die 20.000-Punkte. Sie erwiesen sich dann aber als vorerst zu harte Widerstandslinie, die den Nikkei abprallen ließ. Der 225 Werte umfassende Index schloss schließlich 0,15 Prozent im Minus bei 19.907 Punkten.

Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,3 Prozent auf 1589 Zähler. Analysten zufolge entschlossen sich viele Anleger nach dem Anstieg zu Gewinnmitnahmen. So gaben die Toyota-Aktien 0,5 Prozent nach. Die meisten anderen Fernost-Börsen lagen aber im Plus: Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte 0,4 Prozent zu.

Experten gehen allerdings davon aus, dass der kleine Rücksetzer nur vorübergehend war, und die Rally weitergeht. „Wenn wir jetzt zurückblicken, sind die 20.000 Punkte nur ein Halt auf dem Weg“, sagt Juichi Wako, Senior Stratege bei Nomura Holdings. „Es würde mich nicht überraschen, wenn Unternehmensgewinne höher als erwartet ausfallen und den Nikkei bis zur Marke von 21.000 oder gar 22.000 Punkten heben.“ Erst dann müsse man fürchten, dass Titel zu teuer würden.

Der andauernde Anstieg der Börsenkurse in Tokio ist nicht nur auf die gewaltige Geldschwemme der Notenbanken wie der Bank von Japan oder der Europäischen Zentralbank zurückzuführen. Für ausländische Investoren und institutionelle Anleger sind japanische Bluechips inzwischen auch deswegen zu attraktiven Anlagen mit langfristigen Renditeaussichten geworden, weil sie sich in den vergangenen Jahren sehr stark umstrukturiert haben und heute viel größeren Wert auf höhere Renditen und Ausschüttungen an die Kapitalgeber legen.

So sparen die Deutschen

Der Durchschnitt

Ich spare regelmäßig: 64 Prozent
gelegentlich: 26 Prozent
gar nicht: 9 Prozent
keine Angabe: 1 Prozent
Quelle: Forsa-Umfrage „Sparerkompass 2015“

Nach Geschlecht

Regelmäßige Sparer:

Männer: 65 Prozent
Frauen: 62 Prozent

Gelegentliche Sparer:
Männer: 22 Prozent
Frauen: 30 Prozent

Nicht-Sparer:
Männer: 11 Prozent
Frauen: 7 Prozent

Nach Alter

Regelmäßige Sparer:

18-29 Jahre: 63 Prozent
30-39 Jahre: 68 Prozent
40-49 Jahre: 62 Prozent
50-59 Jahre: 62 Prozent
60-69 Jahre: 65 Prozent

Nach Familienstand

Regelmäßige Sparer:
Mit einem Partner lebend: 68 Prozent
Allein lebend: 56 Prozent

Gelegentliche Sparer:
Mit einem Partner lebend: 24 Prozent
Allein lebend: 31 Prozent

Nicht-Sparer:
Mit einem Partner lebend: 8 Prozent
Allein lebend: 11 Prozent

Nach Erwerbstätigkeit

Regelmäßige Sparer:
Erwerbstätig: 68 Prozent
Arbeiter: 66 Prozent
Angestellte: 71 Prozent
Beamte: 69 Prozent
Selbständig: 74 Prozent
Nicht erwerbstätig: 57 Prozent
Hausfrau: 65 Prozent
Rentner: 73 Prozent
Schüler/Student: 42 Prozent
Arbeitslos: 16 Prozent

Nach Ortsgröße

Regelmäßige Sparer:
Unter 20.000 Einwohner: 67 Prozent
20.000 bis 100.000 Einwohner: 64 Prozent
100.000 bis 500.000 Einwohner: 71 Prozent
500.000 Einwohner und mehr: 50 Prozent

Nach Bundesländern

Regelmäßige Sparer:
Berlin: 45 Prozent
Sachsen: 47 Prozent
Brandenburg: 53 Prozent
Niedersachsen: 53 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern: 56 Prozent
Hamburg: 61 Prozent
Schleswig-Holstein: 61 Prozent
Saarland: 65 Prozent
Sachsen-Anhalt: 66 Prozent
Baden-Württemberg: 66 Prozent
Hessen: 67 Prozent
Thüringen: 67 Prozent
Bremen: 68 Prozent
NRW: 68 Prozent
Rheinland-Pfalz: 68 Prozent
Bayern: 74 Prozent

Nach Summen

So viel spart der Durchschnittsdeutsche pro Monat:
Weniger als 50 Euro: 10 Prozent
50 bis unter 100 Euro: 22 Prozent
100 bis unter 200 Euro: 25 Prozent
200 bis unter 300 Euro: 15 Prozent
300 bis unter 400 Euro: 9 Prozent
400 bis unter 500 Euro: 5 Prozent
500 Euro und mehr: 10 Prozent

So haben japanische Unternehmen im Geschäftsjahr 2014/2015, das am 31. März ablief, Schätzungen zufolge so viele Aktien zurückgekauft wie seit sechs Jahren nicht mehr. Dadurch steigt in der Regel der Wert der Aktien. Auch Dividendenausschüttungen haben stark zugenommen. Eine Entwicklung, die Ministerpräsident Shinzo Abe mit Reformen als Teil seiner „Abenomics“ genannten Wirtschaftspolitik gezielt befeuert.

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