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19.07.2011

08:39 Uhr

Börse Tokio

Nikkei deutlich im Minus

Die Schwäche an den europäischen Märkten belastet auch die Börse in Tokio. Der Nikkei-Index fiel um bis zum Handelsende um 0,85 Prozent. Vor allem Bankaktien standen auf der Verkaufsliste.

Die Börse in Tokio. Quelle: dpa

Die Börse in Tokio.

TokioSorgen wegen der Schuldenkrise in Europa und den USA haben am Dienstag die asiatischen Aktienmärkte belastet. In Tokio notierten vor allem die Kurse von Banken im Minus. Größere Abschläge verhinderten überraschend gute Zahlen des weltgrößten IT-Dienstleisters IBM. Gefüllte Auftragsbücher beim Branchenprimus ließen auf ein gutes Jahr für die Technologiebranche hoffen. Zuvor hatten die Schuldenkrisen auf beiden Seiten des Atlantiks bereits die Investoren an der Wall Street verschreckt.

Der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei ging mit einem Minus von 0,85 Prozent bei 9889 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix Index lag 0,65 Prozent tiefer bei 853 Zählern. Nach Kurssteigerungen am Tag zuvor nahmen in China Anleger Gewinne mit. In Shanghai und Hongkong lagen die Indizes rund 0,8 Prozent im Minus. Auch in Singapur, Taiwan und Südkorea überwog die negative Stimmung.

„Es gibt ein steigendes Risiko, dass eine Enttäuschung beim EU-Gipfel wegen ausbleibender Unterstützung für Spanien und Italien die Krise verschlimmern wird“, hieß es in einer Veröffentlichung der Royal Bank of Scotland. Europa gehe das Griechenlandproblem ein Jahr zu spät an. Investoren zeigten sich frustriert darüber, dass sowohl in Europa und den USA bislang keine Lösung für die Schuldenkrisen gefunden wurde. Derzeit schauen alle auf den anstehenden Euro-Sondergipfel am Donnerstag, auf dem die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone Beschlüsse treffen wollen.

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In Tokio gehörten die Papiere des Geldhauses Mitsubishi UFG zu den Verlierern - sie fielen 2,5 Prozent. Die Aktien des Finanzinstitutes Mizuho Financial büßten ebenfalls mehr als zwei Prozent ein. Die Aktien von Suzuki Motor schlossen 0,66 Prozent im Minus. Der japanische Autokonzern hatte am Montag erklärt, eine zu große Einflussnahme seines deutschen Partners Volkswagen zu fürchten.

Der Euro hielt sich am Dienstag im fernöstlichen Handel weitgehend stabil. Nach Einschätzung von Händlern bleibt die Gemeinschaftswährung wegen der Schuldenkrise in der Euro-Zone jedoch anfällig. Wie nervös die Investoren sind, zeigt auch die Zinsentwicklung beispielsweise bei italienischen und spanischen Staatsanleihen. Am Montag waren die Risikoaufschläge für 10-jährige spanische und italienische Anleihen auf über sechs Prozent gestiegen.

Sollte dieser Trend anhalten, könne es sein, dass Anleger verstärkt auf Yen und Dollar zurückgreifen, sagte Junya Tanase von JPMorgan Chase. Für einen Euro mussten im fernöstlichen Handel 1,4082 Dollar gezahlt werden. Am Vorabend in New York waren es 1,4099 Dollar.

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dpa

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