Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.07.2014

08:54 Uhr

Börse Tokio

Nikkei dreht ins Minus

Die guten US-Wirtschaftsdaten und ein schwächerer Yen hatte den Börsenkursen zunächst Auftrieb gegeben. Viele Anleger nahmen aber Gewinne mit, so dass zum Handelsschluss sich das Bild drehte.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. ap

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie Tokioter Börse hat am Donnerstag mit Abschlägen geschlossen. Nach Gewinnmitnahmen drehte der Nikkei der 225 führenden Werte kurz vor Handelsschluss ins Minus und schloss 0,2 Prozent niedriger bei 15.620 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er mit 15.759 Punkten den höchsten Wert seit Januar erreicht. Der breiter gefasste Topix büßte 0,2 Prozent ein und schloss bei 1289 Zählern.

Zu den größten Verlierern zählten die Aktien von Nintendo mit einem Abschlag von mehr als sechs Prozent. Der Spielekonsolen-Hersteller enttäuschte die Anleger mit einem unerwartet hohen Betriebsverlust. Sony -Aktien schlossen ein Prozent niedriger. Nach Börsenschluss präsentierte der Konzern einen Gewinnsprung im ersten Quartal von April und Juni. Das operative Ergebnis habe sich unter anderem dank der Spiele-Sparte auf knapp 70 Milliarden Yen verdoppelt.

Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans lag 0,4 Prozent im Minus. Auch die Börse von Hongkong gab nach. Der Hang-Seng-Index verlor 0,2 Prozent.

Die Wall Street war am Mittwoch uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Die Anleger hatten mit wichtigen Konjunkturdaten und dem Zinsentscheid der US-Notenbank eine Fülle von Informationen zu verdauen, was die Börsenbarometer zwischen Gewinnen und Verlusten schwanken ließ.

Der Euro notierte im fernöstlichen Handel zum Dollar unverändert. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,3396 Dollar. Die US-Währung wurde mit 102,75 Yen notiert. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9084 Franken je Dollar und bei etwa 1,2171 Franken je Euro.

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

Die US-Notenbank Fed sprach am Mittwoch in ihrem Zinsentscheid von einer „grundlegenden Stärke“ der Wirtschaft, die zur weiteren Senkung der Arbeitslosenquote führen dürfte. Ihr Ziel sieht sie nun bald erreicht: Sowohl die Arbeitslosenquote (derzeit 6,1 Prozent) als auch die Inflationsrate steuern auf den Zielwert der Fed zu. Doch wann sie mit höheren Zinsen darauf reagieren wird, ließ sie offen.

Wegen der verbesserten Wirtschaftslage setzt die Fed ihre Anfang des Jahres begonnene Abschmelzung der Konjunkturhilfen unverändert fort. Der Erwerb von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren wird bereits zum sechsten Mal in diesem Jahr um 10 Milliarden Dollar (7,5 Mrd Euro) pro Monat zurückgefahren. Damit sinken die Ankäufe von ursprünglich 85 auf künftig 25 Milliarden Dollar monatlich.

Hält die Fed am bisherigen Tempo bei dem sogenannten Tapering (Verringerung) fest, wird die Konjunkturmaßnahme im Oktober beendet sein. Eine „erhebliche“ Zeit danach könnte auch der Leitzins angehoben werden, heißt es in der Mitteilung. Er liegt seit Ende 2008 auf dem Rekordtief zwischen null und 0,25 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Guckstdu Ahmed

31.07.2014, 08:12 Uhr

Eine Geschichte!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×