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31.01.2014

09:46 Uhr

Börse Tokio

Nikkei dreht ins Minus

Nach positiver Vorlage von der New Yorker Wall Street ging es in Tokio zunächst aufwärts. Nachmittags lagen die Aktienkurse jedoch wieder im Minus. Der stärkere Yen setzt den japanischen Börsen zu

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. ap

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie US-Notenbank Fed belastet auch zwei Tage nach ihrem Zinsentscheid die Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten. Die Kurse gaben am Freitag nach, weil Anleger befürchteten, weitere Investoren könnten nun ihr Geld abziehen. Zugleich drückte in Japan ein stärkerer Yen auf die Stimmung. Der Nikkei-Index in Tokio fiel auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Monaten.

Das Barometer verlor 0,6 Prozent auf 14.914 Zähler. Der breiter gefasste Topix gab 0,3 Prozent auf 1220 Punkte nach. Die Aktien von Exportfirmen wie Toyota oder Mitsubishi gerieten wegen des stärkeren Yen unter Druck. Gewinnt die japanische Währung an Wert, fahren die Konzerne beim Verkauf ihrer Produkte im Ausland geringere Gewinne ein.

Auch gute Konjunkturdaten aus Japan konnten die Stimmung nicht heben. So ist die Inflation so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr, die Industrieproduktion steigt, die Lage am Arbeitsmarkt bessert sich. Viele Investoren sehen aber dadurch die Chancen auf weiteres billiges Geld von der Bank von Japan gedämpft. "Ich denke, dass die Bank von Japan nun kaum mehr die Geldschleusen weiter öffnet, weil es keinen Grund dafür gibt, wenn man sich das wirtschaftliche Umfeld ansieht", sagte Junko Nishioka, Chefvolkswirt bei RBS Securities.

Außerhalb Japans gaben die Kurse ebenfalls nach, der entsprechende MSCI-Index verlor 0,1 Prozent. Dabei spielte die Entscheidung der Fed eine Rolle, das Volumen ihrer Wertpapierkäufe erneut um zehn Milliarden Dollar zu kappen. Bestätigt wurden die Notenbanker zuletzt von überraschend starken Wachstumsdaten. Der nachlassende Strom billiger Dollars belastet vor allem die Schwellenländer und setzt die Währungen unter Druck. In den vergangenen Tagen steuerten deswegen die Notenbanken in der Türkei, Südafrika und Indien mit Zinserhöhungen dagegen. In China blieben die Börsen wegen des Neujahrsfests am Freitag geschlossen.

Von

rtr

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