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28.08.2013

08:56 Uhr

Börse Tokio

Nikkei fällt auf tiefsten Stand seit zwei Monaten

Der Aktienmarkt in Tokio schließt im Minus. Die Stimmung ist geprägt von der Sorge um Syrien und einem bangen Blick auf den Yen-Kurs. Fast alle Branchen haben zu leiden.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie zunehmenden Anzeichen auf einen möglicherweise bald bevorstehenden Militärschlag in Syrien haben die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch belastet. Die Kurse fielen auf den niedrigsten Stand seit sieben Wochen. "Das Thema Syrien erhöht die Nervosität an den Märkten noch weiter", sagte ein Händler in Tokio. "Dazu hat die Diskussion über den Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik in den USA schon jetzt sehr große Auswirkungen auf den Handel, besonders in den Schwellenländern." Die Investoren trennten sich von als riskant beurteilten Anlagen und flüchteten in Sachwerte.
Der Ölpreis stieg auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr, auch Gold verteuerte sich. An den Aktienmärkten ging es dagegen bergab: Der Tokioter Nikkei-Index gab 1,51 Prozent auf 13.338 Punkte ab und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten. Der breiter gefasste Topix verlor fast 1,8 Prozent. Der Index für die Aktienmärkte außerhalb Japans sank um 1,3 Prozent auf den tiefsten Stand seit dem 9. Juli. In den meisten Ländern gaben die Kurse nach. Besonders stark belastet war die Börse in Indonesien, wo der Leitindex fast drei Prozent an Wert verlor.


Die Schwellenländer wie Indonesien, die Türkei und Indien sind ohnehin seit längerem unter Druck. Die Aussicht auf weniger großzügige Anleihenkäufe der US-Notenbank Fed belastete die Währungen, die zum Teil auf Rekordtiefstände fielen. Die Aussicht auf eine militärische Intervention in Syrien beschleunigte nun den Abzug der häufig ausländischen Investoren aus diesen Ländern. Aus Kreisen hieß es, westliche Staaten hätten gegenüber der syrischen Opposition einen Militärschlag binnen Tagen angekündigt. US-Vizepräsident Joe Biden machte am Dienstag Syriens Präsident Baschar al-Assad für einen Giftgasangriff der vergangenen Woche verantwortlich, bei dem nach Rebellenangaben mehrere Hundert Menschen ums Leben kamen.
Die Aussicht auf eine Verschärfung der Syrien-Krise belastete auch die nahöstlichen Börsen. Zum Handelsauftakt fiel der Aktienindex in Dubai um mehr als fünf Prozent. Der Ölpreis stieg um weitere 2,4 Prozent, nachdem er am Dienstag bereits mit 3,3 Prozent so stark zugelegt hatte wie seit 14 Monaten nicht mehr.

Von

rtr

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