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08.07.2011

08:48 Uhr

Börse Tokio

Nikkei fast so stark wie vor Erdbeben

Gute Konjunkturdaten aus den USA und starken Aktien aus dem Baugewerbe trieben den Nikkei nah an das Niveau von vor der Erdbebenkatastrophe im März.

Ein Mann vor einer Börsentafel in Tokio. Quelle: dapd

Ein Mann vor einer Börsentafel in Tokio.

TokioKurz vor der Veröffentlichung wichtiger US-Arbeitsmarktdaten ist der Tokioter Aktienmarkt am Freitag mit deutlichen Gewinnen aus der Woche gegangen. Der Nikkei kletterte zeitweise auf ein Viermonatshoch und nahm Kurs auf das Niveau von vor der Erdbebenkatastrophe vom März. Für Gewinne sorgten vor allem Bauunternehmen, weil sich die Deutsche Bank-Tochter Deutsche Securities über die Aussichten der Branche optimistisch geäußert hatte. Die Analysten verwiesen auf den Wiederaufbau nach der Erdbebenkatastrophe und steigende Ausgaben von Unternehmen.

Der Fondsmanager Hiroaki Osakabe von Chibagin Asset Management sagte, die Konkjunkturdaten aus den USA hülfen dem Leitindex. „Das Nikkei-Comeback ist bemerkenswert und schneller als erwartet.“ Sollte es bei den Arbeitsmarktdaten am Freitag keine Enttäuschung geben, könne der Index in der kommenden Woche über den Stand vor dem Erdbeben klettern. Zahlen zur Beschäftigung in den USA wurden für den Nachmittag erwartet.

Der Nikkei-Index der 225 wichtigsten Aktien ging mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 10.137 Punkte aus dem Handel. Damit ist er nicht mehr weit vom Kurs am 11. März kurz vor dem Erbeben in Nordostjapan entfernt. Damals stand er bei 10.254 Punkten. Der breiter gefasste Topix verzeichnete am Freitag ein Plus von 0,4 Prozent auf 874 Zähler. Deutliche Gewinne gab es auch in Hongkong und Singapur. Im Minus lagen die Leitindizes in Taiwan und Shanghai, während sich Südkorea kaum verändert zeigte.

Im Mittelpunkt des Interesses standen in Tokio Bauunternehmen. Papiere von Kajima verzeichneten ein Plus von fast drei Prozent. Bei Obayashi und Shimizu gab es einen Zuwachs von 0,6 beziehungsweise 1,8 Prozent. Ein Plus von 1,3 Prozent stand beim größten japanischen Einzelhandelsunternehmen Seven & I Holdings, das seinen Gewinnausblick für das Gesamtjahr anhob. Der Konzern betreibt unter anderem 24-Stunden-Läden von Seven Eleven und konnte davon profitieren, dass sich viele Japaner nach dem Erdbeben mit Vorräten eindeckten.

Von

rtr

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