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15.05.2014

08:27 Uhr

Börse Tokio

Nikkei im Minus

Die Börse in Tokio muss Kursverluste hinnehmen. Die Anleger hatten sich an den negativen Vorgaben der Wall Street orientiert. Das starke Wachstum der japanischen Wirtschaft spielte kaum eine Rolle.

Passanten vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. ap

Passanten vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDer zuletzt erstarkte Yen und schwache Vorgaben aus den USA haben am Donnerstag die Börse in Tokio belastet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,8 Prozent tiefer bei 14.298 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index fiel 0,4 Prozent auf 1178 Zähler. Auf die Stimmung drückte, dass die US-Börsen an Boden verloren. Vor allem schwache Nebenwerte zogen die Wall Street ins Minus.

Das überraschend starke Wachstum der japanischen Wirtschaft zu Jahresanfang spielte kaum eine Rolle, da sich Investoren über die Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung im April unsicher seien. "Wir wussten, dass es Effekte im Vorfeld der Steuererhöhung geben würde", sagte Marktstratege Nobuhiko Kuramochi von Mizuho Securities. Die Frage sei, wie sie sich im laufenden Quartal bemerkbar machen werde. Von Januar bis März wuchs das japanische Bruttoinlandsprodukt auf das Jahr hochgerechnet um 5,9 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen nur mit einem Plus von 4,2 Prozent gerechnet.

Bei den Einzelwerten gehörten die Aktien von Sony zu den größten Verlierern. Trotz der laufenden Sanierung sind Gewinne weiterhin nicht in Sicht. Die Papiere verloren 6,1 Prozent an Wert. Vom erstarkten Yen waren vor allem Exportwerte wie Toyota und Panasonic betroffen. Sie gaben jeweils rund 0,7 Prozent nach.

Andere Börsen in Fernost zeigten sich robuster. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,2 Prozent höher.

An den Devisenmärkten wurde der Dollar mit 101,95 Yen gehandelt nach 101,88 Yen im späten Handel in den USA. Der Euro wurde mit 1,3715 Dollar bewertet nach zuvor 1,3713 Dollar. Die Gemeinschaftswährung stand weiter unter Druck, nachdem Reuters darüber berichtete, dass die Europäische Zentralbank für Juni eine Zinssenkung und weitere Maßnahmen gegen die Euro-Stärke sowie eine drohende Deflation vorbereitet.

Von

rtr

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