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12.03.2014

08:29 Uhr

Börse Tokio

Nikkei-Index fällt unter 15.000 Punkte

Die Ukraine-Krise schickt asiatische Börsen auf Talfahrt. Die Aktienkurse fallen mehr als zwei Prozent. China erwägt eine Lockerung der Geldpolitik.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Reuters

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDer Konflikt um die Zukunft der Krim sowie die Sorge vor einem Wirtschaftsabschwung in China haben am Mittwoch die Aktienmärkte in Fernost nach unten gedrückt. Die stärksten Einbußen verbuchte die Börse in Tokio mit einem Minus von rund 2,6 Prozent. Auch außerhalb Japans zeigten sich die Anleger verunsichert. Der entsprechende Index fiel 1,2 Prozent. Zuvor hatten bereits die US-Börsen wegen des Streits um die ukrainische Halbinsel mit Abschlägen geschlossen.

Mit 14.830 Punkten fiel der 225 Werte umfassende Nikkei-Index wieder deutlich unter das am Freitag erreichte Fünf-Wochen-Hoch. Händler erklärten den höchsten Tagesverlust seit mehr als einem Monat auch mit Gewinnmitnahmen. Die Unsicherheit über die künftige Nachfrage in China drücke vor allem die Aktien von Bergbauunternehmen sowie von Konzernen aus der Metallbranche.

Investoren hoffen nun, dass die am Donnerstag erwarteten Zahlen zur Industrieproduktion sowie Handelsumsätze Aufschluss über das chinesische Wirtschaftswachstum geben. Bei einer weiteren Konjunktureintrübung ist die chinesische Zentralbank offenbar bereit, die Geldpolitik zu lockern. Wie mit den Überlegungen vertraute Personen zu Reuters sagten, könnte die Notenbank dazu die Menge an Barbeständen reduzieren, die Geldhäuser als Reserve vorhalten müssen.

Chartanalyse: Gute Chancen an der Tokioter Börse

Chartanalyse

Gute Chancen an der Tokioter Börse

Der Kurs des japanischen Auswahlindex Nikkei hat sich innerhalb von zwölf Monaten fast verdoppelt. Nun bietet ein Rücksetzer aus charttechnischer Sicht eine neue Einstiegschance.

Die Maßnahme könnte greifen, wenn das Wirtschaftswachstum unter 7,5 Prozent falle. Der Schritt könnte zusätzlich zu den Geldmarktoperationen und Deviseninterventionen zum Einsatz kommen. Hintergrund der Überlegungen seien Befürchtungen, dass die Finanzreformen die sich bereits abschwächende Konjunktur belasten könnten. Seit Mai 2012 müssen chinesische Großbanken etwa ein Fünftel ihrer Barbestände als Reserven vorhalten.

Der südkoreanische Konzern Hanwha Chemical ist am Kauf eines Geschäftsteils des US-Konkurrenten Dow Chemical interessiert. Hanwha habe deshalb die Schweizer Bank Credit Suisse als Beraterin für eine mögliche Transaktion engagiert, sagte ein Hanwha-Sprecher am Mittwoch. Die Südkoreaner hätten ein Auge auf das Geschäft mit Chlor-Derivaten geworfen.

Von

rtr

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