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07.12.2012

08:36 Uhr

Börse Tokio

Nikkei-Index geht am Ende die Puste aus

Der Aktienmarkt in Tokio markiert zunächst ein Sieben-Monats-Hoch und fällt dann ins Minus. Die Anleger hoffen jedoch weiter auf geldpolitische Lockerungen und einen starken Yen.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dapd

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie Börsen in Fernost haben sich am Freitag überwiegend fester präsentiert. Hoffnungen auf eine Lösung im US-Haushaltsstreit sowie die jüngsten positiven Konjunktursignale aus China ließen die asiatischen Märkten auf den höchsten Stand seit 16 Monaten klettern. Der Leitindex in Tokio schloss jedoch knapp im Minus.

Vor allem ausländische Investoren waren Händlern zufolge skeptisch, ob es nach der Parlamentswahl am 16. Dezember tatsächlich zu der erhofften weiteren geldpolitischen Lockerung in Japan kommen werde. Nach den jüngsten Kurszuwächsen strichen sie zum Wochenschluss Gewinne ein. Viele Anleger wagten sich zudem vor den neuen Arbeitsmarktdaten in den USA nicht allzu weit aus der Deckung.

Der Euro blieb in Fernost unter Druck, nachdem die Europäische Zentralbank am Donnerstag erklärt hatte, sie rechne 2013 für die Euro-Zone mit einem weiteren Rezessionsjahr. Die Gemeinschaftswährung wurde mit 1,2968 Dollar gehandelt. Mitte der Woche hatte sie noch bei 1,3127 Dollar gestanden.

In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index am Ende 0,2 Prozent auf 9527 Zähler nach, zuvor hatte der Index im Verlauf ein neues Sieben-Monats-Hoch markiert. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte dagegen 0,2 Prozent auf 790 Punkte. Der MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum außerhalb Japans notierte 0,5 Prozent höher und war damit auf Kurs, die dritte Woche in Folge mit Gewinnen zu beenden. Im Jahresverlauf legte der Index bislang etwa 17 Prozent zu, 2011 war er fast 18 Prozent gefallen.

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"Einer der Gründe für die Gewinne sind die besseren Nachrichten aus China und die Erwartung, dass sich die Konjunktur dort stabilisiert und das Wachstum moderat zugelegt hat", sagte Michael McCarthy von CMC Markets. Die Börsen in Hongkong, Shanghai, Seoul und Taiwan lagen allesamt im Plus.

In Japan nutzten Anleger die Gelegenheit, Kasse zu machen, nachdem der Nikkei am Vortag auf den höchsten Stand seit sieben Monaten geklettert war. Viele, vor allem ausländische Investoren seien zudem skeptisch, ob nach der Wahl in gut einer Woche tatsächlich die Weichen für eine Abschwächung des Yen gestellt würden, sagte Kyoya Okazawa von BNP Paribas in Tokio. Investoren sehen darin eine der entscheidenden Maßnahmen, um der stark exportabhängigen drittgrößten Volkswirtschaft der Welt wieder auf die Sprünge zu helfen.

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Die US-Börsen haben am Donnerstag fester geschlossen. Vom Arbeitsmarkt kamen ermutigende Zahlen. Dennoch stand die Wall Street weiter im Würgegriff des US-Haushaltsstreits. Finanzminister Timothy Geithner erklärte, die weltgrößte Volkswirtschaft notfalls von der sogenannten Fiskalklippe stürzen zu lassen. Apple-Aktien drehten nach ihren jüngsten Sinkflug zurück ins Plus und brachten die Nasdaq in Schwung. Der Dow-Jones-Index schloss bei 13.074 Punkten 0,3 Prozent im Plus.

Von

rtr

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