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02.07.2012

06:33 Uhr

Börse Tokio

Nikkei-Index hält sich über 9.000 Punkten

Guter Start in die Woche: Die Börsianer in Asien sind nach den Beschlüssen des EU-Gipfels positiv gestimmt. Der Nikkei legt weiter zu.

Der Nikkei-Index am Freitag dpa

Der Nikkei-Index am Freitag

TokioDie Börse in Tokio ist mit Gewinnen in die neue Woche gestartet. Ausschlaggebend war die Einigung der Euro-Länder auf neue Hilfsmöglichkeiten für Banken im Kampf gegen die Schuldenkrise. Dies sei so nicht erwartet worden und deshalb eine positive Überraschung für die Märkte, sagte Toshiyuki Kanayama von Monex Inc. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte bis zum späten Montagvormittag 0,3 Prozent zu auf 9033 Punkte und hielt sich nachmittags auf diesem Niveau. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,2 Prozent auf 771 Zähler.

Zu den wichtigsten Entscheidungen des EU-Gipfels von Ende vergangener Woche zählt, dass Banken künftig direkte Hilfen aus dem Rettungsfonds ESM erhalten können und die Rolle der Europäischen Zentralbank bei der Aufsicht der Finanzinstitute gestärkt wird. Anleger sahen darin gute Ansätze zur Stabilisierung der Banken in der Region. Das half, enttäuschende Konjunkturdaten aus China vom Wochenende in den Hintergrund zu drängen. Dort deutete sich weiter eine Abkühlung der Konjunktur an. Der Einkaufsmanagerindex fiel im Juni auf den niedrigsten Stand seit sieben Monaten, wie die Statistikbehörde der Volksrepublik am Sonntag mitteilte. Die Daten seien enttäuschend gewesen, aber auch erwartet worden, sagte Kanayama. Daher werde sich dies kaum auf die Stimmung auf dem Parkett auswirken.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Wie der Wall-Street-Handel lief

Der Index lässt Rückschlüsse auf das für China sehr wichtige produzierende Gewerbe zu. Volkswirte gehen davon aus, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in diesem Jahr so langsam wie seit 13 Jahren nicht mehr wachsen könnte.

Die wichtigsten Indizes gingen am Freitag mit Gewinnen bis zu drei Prozent aus dem Handel, nachdem die Börsianer die Beschlüsse des EU-Gipfels verdaut hatten. Zu den wichtigsten Entscheidungen zählt, dass Banken künftig direkte Hilfen aus dem Rettungsfonds ESM erhalten können und die Rolle der Europäischen Zentralbank bei der Aufsicht der Finanzinstitute gestärkt wird.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:30)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

In der neuen Woche stellt sich die Frage, ob die Rally auch nachhaltig ist. Der Analyst Quincy Krosby von Prudential Financial hält das für möglich - so lange es keine negativen Schlagzeilen gebe. Zwar glaube er nicht, dass sich nach dem EU-Gipfel die Spielregeln geändert hätten. Es sei aber das erste Mal, dass es eine direkte Antwort auf die Frage gebe, wie die Probleme in der Eurozone gelöst werden könnten, sagt Krosby. Nach Einschätzung des Experten Peter Boockvar von Miller Tabak & Co hat sich die Eurozone mit ihren Beschlüssen zwar Zeit gekauft. "Aber es werden nur Symptome bekämpft, weil die Grunderkrankung mit hohen Schulden und wenig Wachstum bleibt."

Jede Marktreaktion auf weitere Entwicklungen in der Eurozone könnte in der neuen Woche an der Wall Street heftig sein, weil die Umsätze wahrscheinlich gering sein werden. Viele Schreibtische von Händlern bleiben wegen einer verkürzten Woche leer. Am Mittwoch feiern die Amerikaner den Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

02.07.2012, 04:34 Uhr

Gerade mal 5 Prozent der Deutschen besitzen Aktien!

supply

02.07.2012, 05:43 Uhr

Nein! Lt. Deutschem Aktieninstitut: 8,7 Prozent. Das sind die "oberen 10 Prozent". Leute wie OTTO-Katalog-Inhaber in Hamburg bekannten sich vor Jahren dazu, alles nur in - damals mehrprozentigerem - Festgeld anzulegen. Jetzt wird Panik gemacht, man müsse endlich einsteigen. In einigen Jahren rauben die Südländer dann Deutschland finanziell aus, lassen es ausblüten - als Erbsünde für 1940ff. - und dann gibt es kurz vor einer Währungsunion höhere Zinsen. Bereits in 2 Jahren soll, bei Fortsetzung dieser Politik lt. Max Otte`s Einschätzung, der EURO zusammenbrechen, Deutschland an der Überforderung wirtschaftlich-finanziell-substantiell: scheitern. Währungsreform.

easy44M

02.07.2012, 05:50 Uhr

Die 95 % die keine besitzen haben
Verstand weil eh nichts dabei rauskommt .


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