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19.08.2013

09:32 Uhr

Börse Tokio

Nikkei-Index legt zu

Die Ausfuhren Japans sind stark gestiegen - dank des schwächeren Yen. Dieser Trend stützte den japanischen Aktienmarkt auch zu Wochenbeginn. Nach unten ging es dagegen in vielen anderen Märkten Asiens.

Aktiennotierungen in Tokio: Der Nikkei-Index legt zu. Reuters

Aktiennotierungen in Tokio: Der Nikkei-Index legt zu.

TokioDie Ungewissheit über die Politik der US-Notenbank (Fed) hat zu Wochenbeginn die Börsen in Asien belastet. Im Fokus der Anleger stand am Montag erneut der Verfall der indischen Rupie, die auf ein neues Rekordtief abrutschte. Der Dollar war damit 62,50 Rupien wert. Der indische Aktienmarkt verlor 1,6 Prozent.

Auch die meisten anderen Börsen in Fernost gaben nach. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte ohne Japan gab 0,5 Prozent nach. Eine Sonderrolle spielte einmal mehr die Tokioter Börse, wo der Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte 0,8 Prozent höher schloss auf 13.758 Punkten. Investoren nahmen anziehende Ölpreise zum Anlass, um sich mit den Aktien von Ölgesellschaften einzudecken.

Die Ausfuhren Japans sind im Juli so stark gestiegen wie seit annähernd drei Jahren nicht mehr. Die Daten sind auch ein Hinweis auf eine Erholung der Weltkonjunktur. Die Exporte legten binnen Jahresfrist um 12,2 Prozent zu, wie das Finanzministerium am Montag mitteilte.

Das war zwar etwas weniger als die 13,1 Prozent, die Volkswirte im Schnitt erwartet hatten. Die Experten werteten die Zahlen aber dennoch positiv, denn die Ausfuhren nach Europa, in die USA und China legten allesamt zu. Nach Europa betrug das Plus im Juli 16,6 (Vormonat: 8,6) Prozent, in die USA 18,4 (14,6) und nach China 9,5 (4,7) Prozent.

Die Handelsbilanz Japans wies gleichwohl den 13. Monat in Folge ein Defizit aus, weil die Importe im Juli um 19,6 Prozent stiegen. Seit November hat der japanische Yen wegen der Lockerung der Geldpolitik der japanischen Notenbank 20 Prozent an Wert verloren. Das hat die Wettbewerbsfähigkeit der exportlastigen japanischen Industrie deutlich gestärkt.

Investoren sind enttäuscht über das geringe Tempo wirtschaftlicher Reformen in Indien. Außerdem leidet das Land wie andere Schwellenstaaten unter der Andeutung der Fed, schon bald den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik einzuläuten und weniger Staatsanleihen zu kaufen. Die massiven Bond-Käufe hatten in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass viel Geld in Schwellenländer floss - dieser Kapitalfluss hat sich inzwischen aber umgekehrt.

Auch in Indonesien gab der Kurs der Währung nach. Die Rupiah fiel zum Dollar auf ein Vierjahres-Tief und zog Aktien- wie Anleihenmarkt mit nach unten.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

19.08.2013, 08:53 Uhr

"Japans Defizit erreicht unfassbare Dimension" Welt vom 09.08.2013-Ja,ja- "es geht der Krug zum Brunnen,bis er bricht"-oder "Des Kaisers neue Kleider" im neuen Gewand,bei Japan trifft das sogar buchstäblich zu-Ausgang offen....oder...?

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