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21.02.2012

07:49 Uhr

Börse Tokio

Nikkei-Index leidet unter Gewinnmitnahmen

Die japanischen Händler hielten den Atem an, während in Brüssel über Griechenlands Zukunft verhandelt wurde. Das hat der jüngsten Rally ein Ende gesetzt. Die Tokioter Börse verlor leicht an Boden.

Händler in Tokio. dapd

Händler in Tokio.

TokioNach der Einigung auf ein neues Rettungspaket für Griechenland haben Anleger an der Tokioter Aktienbörse Gewinne mitgenommen. Auch an mehreren anderen Handelsplätzen in Fernost gab es am Dienstag leichte Verluste. "Die Einigung auf das Rettungspaket für Griechenland ist schon vom Markt eingepreist", sagte Yoshihiko Tabei von Kazaka Securities kurz vor Bekanntgabe der Einigung in Brüssel.

Der Euro stieg im Vergleich zum Dollar um ein halbes US-Cent, nachdem Einzelheiten bekannt wurden. Mit den neuen Krediten kann Griechenland einen Staatsbankrott zunächst abwenden. Private Gläubiger stimmten zu, über einen Anleihentausch auf einen Teil ihrer Forderungen zu verzichten.

In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,2 Prozent nach auf 9463 Punkte. Beim breiter gefassten Topix betrug das Minus 0,3 Prozent auf 816 Punkte. In Erwartung einer Einigung waren die Aktienmärkte in den vergangenen Tagen gestiegen. So legte der Nikkei innerhalb von sieben Handelstagen um sechs Prozent zu. In Seoul und Hongkong bewegten sich die Leitindizes kaum vom Fleck. Verluste gab es in Taiwan, während in Shanghai und Singapur die Optimisten die Oberhand hatten.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:55 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Bei den Einzelwerten stand in Tokio der Autohersteller Mazda im Interesse der Anleger. Nach einem Bericht des Fernsehsenders NHK will das Unternehmen mit der Ausgabe neuer Aktien und Krediten an Geld gelangen. Die Kapitalerhöhung habe ein Volumen von umgerechnet 950 Millionen Euro. Die Kredite sollen demnach zusätzlich 665 Millionen Euro in die Kassen bringen. Die Aktien gaben um zehn Prozent nach.

Eine optimistische Bemerkung von Analysten der Deutschen Bank verhalf dem Versandhändler Rakuten dagegen zu einem Plus von knapp drei Prozent. Die Experten führen das Papier nach wie vor auf der Kaufliste und halten das Unternehmen nach eigenem Bekunden für unterbewertet.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Spartakus

21.02.2012, 06:32 Uhr

"Griechenland-Deal perfekt, Weg für neue Milliarden frei
20.02.2012, 16:02 Uhr, aktualisiert 05:34 Uhr

Über zwölf Stunden wurde parallel an zwei Marathonsitzungen verhandelt. Nun ist das Rettungspaket für Griechenland verabschiedet. Auch dank stärkerer Zugeständnisse von privaten Gläubigern. "
.
Dies Nachricht scheint in Tokio nicht sehr überzeugend zu sein.
Solange nicht grundlegend für Wirtschaftskonvergenz innerhalb der Währungsunion gesorgt wird, bleibt die Krise ungelöst.

Account gelöscht!

21.02.2012, 08:24 Uhr

aaaach....nach den letzten tagen, in denen der markt nur den weg gen norden kannte, schnauft der nikkei mal ein wenig durch und anleger realisieren erste gewinne...haben wir neulich im dax genauso erlebt...auch für den nikkei geht es weiter..ich denke wir sehen sehr bald die 9.500 und dann wird es spannend, ob die 10.000 angetestet werden können...

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