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29.07.2013

08:31 Uhr

Börse Tokio

Nikkei-Index rutscht unter 14.000 Punkte

Die Anleger in Asien sind vor neuen Daten vorsichtig. In Japan sinkt der Nikkei-Index auf den tiefsten Stand seit vier Wochen. Auslöser für die Kursverluste ist ein Anstieg der japanischen Währung.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. ap

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie asiatischen Aktienmärkte sind mit Kursverlusten in die neue Handelswoche gestartet. Händler begründeten die gedämpfte Stimmung am Montag mit Zurückhaltung der Anleger vor einer Flut von wichtigen Ereignissen und Daten diese Woche: Die Zentralbanken Fed, EZB und Bank von England entscheiden in den nächsten Tagen jeweils über ihre Geldpolitik, was dem Markt Richtung geben dürfte.

Zudem drückten Sorgen über eine weitere Abkühlung der chinesischen Konjunktur auf die Kurse. Anleger rechnen für diese Woche mit schwachen China-Daten zur Industrie. Der Aktienmarkt in Tokio verbuchte die stärksten Abschläge - der Nikkei sank auf den tiefsten Stand seit vier Wochen, auch wegen des stärkeren Yen, der die Export-Titel belastete.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab bis Handelsschluss um 3,3 Prozent nach auf 13.661 Punkte. Die Titel von Toyota fielen vier Prozent, Honda rund drei Prozent und Sony 3,5 Prozent. "Eine gewisse Vorsicht macht sich am Markt breit, vor allem weil sich Investoren über einen Rückgang der chinesischen Wirtschaft sorgen", sagte Kyoya Okazawa von BNP Paribas.

Mit Blick auf den Kursanstieg des Yen sagte er, wenn Anleger in China ein Risiko ausmachten, würden sie dazu neigen, Yen zu kaufen, was den gesamten Aktienmarkt belaste. Die japanische Währung kletterte zum Dollar auf den höchsten Stand seit einem Monat auf bis zu 97,64 Dollar.

Von den Notenbanken wird erwartet, dass sie allesamt an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten. Dies sollte Experten zufolge den Märkten dann wieder Auftrieb verleihen. Auch wichtige US-Daten - zu Wachstum und Arbeitsmarkt - stehen diese Woche an.

Die Fed könnte nach Einschätzung von Experten ihre "Guidance" anpassen, um klar zu machen, dass kein unmittelbarer Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik bevorsteht. Die Frage, wann die Fed ihre Anleihekaufprogramm reduziert, treibt seit Wochen die Märkte um. Fed-Chef Ben Bernanke hatte sich zuletzt in der Sache nicht mehr festgelegt.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verlor 0,5 Prozent. Auch an den Börsenplätzen in China, Südkorea und Taiwan überwogen die Kursverluste

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