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28.07.2014

09:04 Uhr

Börse Tokio

Nikkei-Index schließt auf Sechs-Monats-Hoch

Die Aktienbörsen in Tokio haben am Montag zugelegt. Konjunkturdaten aus China, wonach die dortigen Industrieunternehmen im Juni knapp 18 Prozent mehr verdienten als vor einem Jahr, versetzten die Investoren in Kauflaune.

Mitarbeiter der Börse Tokio an ihren Arbeitsplätzen. dpa

Mitarbeiter der Börse Tokio an ihren Arbeitsplätzen.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben zum Wochenauftakt zugelegt. Vor allem Konjunkturdaten aus China versetzten die Investoren in Kauflaune. Die Industrieunternehmen der Volksrepublik verdienten im Juni nach offiziellen Angaben fast 18 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Auf dem Parkett blieben zwar die Sorgen wegen der Lage in der Ukraine bestehen, sagte Soichiro Monji, Chef-Anlagestratege beim Investmenthaus Daiwa SB Investments in Tokio. "Aber es macht sich etwas Erleichterung breit, dass die Auswirkungen in Grenzen gehalten werden." In Japan beflügelte am Montag zudem die Hoffnung auf eine weitere Steigerung der Unternehmensgewinne das Börsengeschäft.

Der Nikkei -Index der 225 führenden Werte in Tokio beendete den Handel mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 15.529 Punkten - der höchste Schlussstand seit sechs Monaten. Der MSCI-Index asiatischer Werte ohne Japan tendierte 0,2 Prozent höher. Nach den positiven Wirtschaftsdaten aus China ging es besonders stark aufwärts in Shanghai mit einem Plus von mehr als zwei Prozent und in Hongkong mit Zuwächsen von mehr als einem Prozent.

An der Tokioter Börse gefragt waren vor allem Werte von Autoherstellern wie Nissan gefragt, der in Kürze Zahlen vorlegen soll. Nissan-Papiere stiegen um 0,8 Prozent, Toyota -Anteilsscheine gingen 0,4 Prozent höher aus dem Handel und die Aktien von Fuji Heavy Industries, des Produzenten von Subaru-Fahrzeugen, gewannen 0,6 Prozent.

Experten sehen großes Potenzial in den Autowerten: Starke Gewinnzahlen aus der Branche könnten den Nikkei über die psychologisch wichtige Marke von 15.500 Punkten heben und ihn möglicherweise schon bis Ende August in Richtung 16.000 Punkte treiben, sagte der Chef-Investmentstratege des Anlagehauses SMBC Nikko Securities, Ryota Sakagami.

Ebenfalls hoch im Kurs bei den Investoren standen am Montag Werte von Unternehmen aus der Glücksspielbranche. Sie profitierten von einem Bericht der Zeitung "Nikkei", nach dem im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 2020 eine Reihe neuer Kasinos eröffnet werden könnten. Aktien des Spielhallen-Konzerns Konami legten 1,5 Prozent zu, die des Herstellers von Geldzählmaschinen Japan Cash Machine gewannen 4,9 Prozent.

Der Euro blieb in Fernost unter Druck. Die Gemeinschaftswährung litt nach wie vor unter dem überraschend starken Rückgang des am Freitag veröffentlichten Ifo-Konjunkturindexes. Ein Euro kostete 1,3430 Dollar. Er bewegte sich damit in der Nähe des tiefsten Stands seit November 2013, auf den er mit 1,3421 Dollar am Freitag gefallen war.

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